Tag Des offenen Gartens : Bienenvölker und Schwitzhütte

Zufrieden mit der Resonanz: Das engagierte Team vom Umwelthaus
Zufrieden mit der Resonanz: Das engagierte Team vom Umwelthaus

Besucher genießen Programm mit Führungen im Entdeckergarten. Experte berichtet über Honig.

shz.de von
20. Juni 2017, 12:10 Uhr

Pinneberg | Ein Zelt, ein Altar und eine Feuerstelle befinden sich unmittelbar nebeneinander auf dem Grundstück des Entdeckergartens. Nina Kröger und ihr Gatte Konstantin Eleftheriadis haben Gäste am Tag des Offenen Gartens an der Tangstedter Chaussee über die sogenannte Schwitzhüttenzeremonie informiert. Während Schwitzhüttenleiterin Kröger an Neumondnächten ein Feuer entfacht, schwitzen die Teilnehmer in der abgedeckten Hütte. Der Lakoto Sioux-Stamm erfand und pflegte diese auf indianisch „Ini Kaga“ oder „Inipi“ genannte Tradition. Beim dort üblichen Gebrauch von Wasserdampf handelt es sich um eine Reinigung von Körper, Geist und Seele.

Zahlreiche Besucher nutzen die Chance am Wochende, um mehr über die inzwischen in nahezu jeder Kultur auf der Welt zu findende Zeremonie zu erfahren. Wer bei der energetische Kräfte freisetzenden Tradition im abgedeckten Zelt teilnehmen möchte, hat im Entdeckergarten ganzjährig hierzu die Chance. Heilpraktikerin und Schwitzhütten-Leiterin Nina Kröger veranstaltet sie regelmäßig.

Die Anmeldung erfolgt per Mail unter info@pfn-kroeger.de. Doch im Entdeckergarten und der Gärtnerei Trifolia gab es noch vieles mehr zu erleben. Mit etwa 25 Besuchern veranstaltete Kräuter-Papst Jens Clausen Pflanzen-Führungen. „Die Leute sind immer wieder begeistert“, freute sich Clausen. Wer sich auf Wildkräuter-Exkursionen begebe, könne sehr profitieren. „Man bewegt sich, bekommt Tageslicht und hat am Ende des Tages sein Abendessen zusammen“, erläuterte Clausen. Der Kräuterexperte stellte unter anderem seine Lieblingspflanze „Wegwarte“ vor. Aus der Wurzel der Pflanze lässt sich Getreidekaffee beziehungsweise sogenannter „Muckefuck“ gewinnen. Die Blätter der mythenbehafteten Pflanze enthalten zahlreiche Bitterstoffe und sind gut für die Verdauung.

Imker und Biologielehrer Wilhelm Flade-Krabbe sorgte für einen weiteren Höhepunkt. Er führte die Besucher in die Welt der Bienen ein. Wie entsteht Honig? Wie vermehrt sich ein Bienenvolk? Der Experte ging auf diverse Fragen ein und erläuterte das Leben der Insekten am Bienenschaukasten. Aus zahlreich vorhandenen Völkern erwählte er einen „milden“ Stamm. Die jungen Besucher beobachteten und analysierten das Verhalten der Insekten mit Spaß. Der pensionierte Lehrer veranstaltet auch Führungen für Schulklassen. Anfragen sind über das Umwelthaus möglich.

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