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Betrug im Wahlkampf? Jürgen Brandt geht nicht in den Rat

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erstellt am 31.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Pinneberg | Paukenschlag vier Tage nach der Kommunalwahl. Jürgen Brandt (CDU) wird sein Mandat in der Pinneberger Ratsversammlung nicht antreten. Begründung: Grüne & Unabhängige hätten im Wahlkampf "den Wähler mit offensichtlichen Unwahrheiten betrogen." Brandt hatte den Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis 15 im Pinneberger Süden überraschend gegen den Unabhängigen Jürgen Schott verloren, wäre aber über die CDU-Liste dennoch in den Rat eingezogen.

Anlass für seinen Rückzieher ist vor allem die Aussage von Grünen & Unabhängigen, Brandt strebe den Bau eines "Durchstichs durch den Fahlt" an. Der CDU-Politiker hält dagegen: Er habe sich nur für eine Verlängerung der Burmeisterallee bis zum Bahnhof ausgesprochen. Dafür müssten keine Bäume im Pinneberger Stadtwald gefällt werden. Mit ihren Aussagen hätten Grüne & Unabhängige "eine objektive Wahlentscheidung des Bürgers manipuliert." Dieses Vorgehen habe ihn zutiefst erschüttert.

Schott selbst kann die Vorwürfe Brandts nicht nachvollziehen: "Wie will er denn die Burmeisterallee verlängern, ohne Bäume zu fällen? Mit einer Hochbrücke?" Schott betont außerdem, dass sein Gegner das Rennen um das Direktmandat nicht nur aus diesem Grund verloren habe. "Die Bürger waren beispielsweise auch gegen die Ausweitung des Gewerbegebiets Gehrstücken - es gab durchaus andere Themen." Für Brandt rückt nun Florian Kirsch für die Christdemokraten in die Pinneberger Ratsversammlung nach.

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