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Ein vierter Kinosaal für Uetersen : Betreiber des Burgkinos investieren 150.000 Euro

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Es soll ein Multifunktionsraum entstehen, der für Feiern genutzt und modernster Technik ausgerüstet werden soll.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2015 | 16:30 Uhr

Uetersen | Es läuft gut beim Burgkino in Uetersen – so gut, dass Kai Bartels und Bernd Keichel, die auch das Beluga-Kino in Quickborn betreiben, in einen vierten Saal investieren. Etwa 150.000 Euro lassen sich die Cineasten das kosten. Ein Großteil werde aber in Eigenleistung gestemmt, so Bartels.

Die Möglichkeit sich zu vergrößern, bot sich an, als die Buchhandlung neben dem Kino in Uetersen Ende 2014 auszog. Seitdem laufen die Vorbereitungen, denn um dort einen vierten Saal einzurichten, müssen diverse Auflagen – unter anderem zum Brandschutz – erfüllt werden. Seit vergangener Woche werden die Räume entkernt. „Unser Traum ist es, den Saal Ende November fertigzustellen. Realistisch ist aber wohl Dezember“, erklärt Bartels.

60 Personen finden in dem neuen Saal Platz. Mehr Zuschauer können dort nicht untergebracht werden, weil die niedrige Deckenhöhe dies nicht zulässt und sonst Köpfe im Weg wären. Die bisherige Fläche des Kinos beträgt 2500 Quadratmeter. 600 Quadratmeter kommen dazu. Acht-Kanalsound und ein 3D-Projektor sollen für Unterhaltung sorgen. Der Saal soll laut Bartels komfortabel ausgestattet werden, mit neuen Sofas auf Podesten und Tischen an allen Plätzen. „Es gibt doch nichts Schlimmeres, als wenn ich vollbepackt mit Popcorn im Kino bin und nicht weiß, wohin damit“, schildert Betreiber Bartels.

Durch die Erweiterung soll es eine größere Vielfalt geben. „So können wir auch kleineren Filmen eine Chance geben“, erklärt Bartels. Beide Betreiber sind erklärte Fans von Arthouse-Filmen. Bevor sie sich selbstständig machten, hatten sie beim Programm-Kino Abaton in Hamburg gearbeitet. Bartels: „Wir sind Filmfreunde und Überzeugungstäter. Wir machen das nicht, um den dritten Ferrari zu kaufen. Wir haben Jahr für Jahr Zuwachs. Die Nachfrage ist da.“

 

Im Jahr 2014 verzeichnete das Burgkino 64.000 Besucher. In diesem Jahr rechnet Bartels mit 70.000. In Quickborn waren es im vergangenen Jahr 100  000. Bis zum Ende des Jahres sollen zwischen 10.000 und 20.000 Besucher dazukommen. Während andere Kinos wie zuletzt in Barmstedt schließen, geht es bergauf für die beiden Unternehmer. Was ist ihr Geheimrezept? „Wir sind anders als alle anderen“, schildert Bartels. „Wir machen viele Events. Wir machen es wie im alten Rom. Wir bieten Brot und Spiele. Zudem wird die persönliche Bindung zum Publikum immer interessanter. Das ist etwas, was die großen Multiplexkinos nicht können, aber auch nicht wollen. Technisch sind wir auf demselben Stand.“

Zusätzlich zum vierten Saal soll ein Multifunktionsraum entstehen, in dem Firmenfeiern und Geburtstage ausgerichtet werden können. Das Konzept fahren Bartels und Keichel bereits in Quickborn. Und dort werde es sehr gut angenommen. Bartels: „Heute werden Kindergeburtstage immer mehr zum Event. Eine Runde Topfschlagen reicht da nicht.“

Auch der WC-Bereich wird vergrößert und barrierefrei gestaltet. Die Betreiber hoffen, dass die Bauarbeiten schnell abgeschlossen sind. Denn die Vorweihnachtszeit ist traditionell die am stärksten frequentierte Zeit für Kinos. Als nächster Schritt soll auch eine Küche eingerichtet werden, damit vor Ort bewirtet werden kann.

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