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Von König Fußball wie besessen : Besuch bei den „Superoldies“ des SSV Rantzau

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nicht nur auf dem Rasen eine starke Gemeinschaft: Die Mitglieder der „Superoldies“ des SSV Rantzau sind seit Jahrzehnten aktiv.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2016 | 14:15 Uhr

Barmstedt | Sie nennt sich aufgrund ihrer ungewöhnlich langen Spielerfahrung, Reife, Routine und noch erstaunlichen Kondition die „SSV Vorzeigemannschaft mit Kultcharakter". Und in der Tat: Bei dieser Fußball-Elf des SSV Rantzau handelt es sich um eine „Mannschaft der Rekorde“, denn das Alter ihrer aktiven Spieler liegt zwischen 60 und 77 Jahren.

Die „SSV Superoldies“ (korrekte DFB-Bezeichnung: „Supersenioren“) nehmen zwar nicht mehr am Punktspielbetrieb teil, sind aber dennoch im wahrsten Sinne des Wortes sehr beweglich. Kein Wunder, denn sie treffen sich regelmäßig zum wöchentlichen Training. „Um Punkte wird nicht mehr gespielt, da dies zu weite Anreisen zu den Spielorten bedeuten würde, was sich auf zurückgehende Teammeldungen begründet. Außerdem wollen sich die einzelnen Team-Mitglieder nur noch sehr ungern der Verletzungsgefahr derartiger Partien aussetzen“, erklärt Siegfried Seidler vom SSV Rantzau. Aber in Watte gepackt sind sie deshalb nicht.

„Zehn bis 15 Spieler treffen sich regelmäßig zum Training, wo es zwar locker, aber nicht zimperlich zugeht. Ab und zu ist es auch eher laut, wenn sich die Superoldies bis zur totalen Erschöpfung verausgaben und nach dem Training immer ein Bierchen und häufig auch „Geburtstagshäppchen“ verkonsumieren“, so Seidler. Trainiert wird das ganze Jahr durchgehend – „bei jedem Wetter“ wie Seidler versichert – sowohl im Sommer als auch im Winter, und „ausschließlich draußen, nie in der Halle.“

Teile der heutigen Mannschaft um Käpitän Rolf Biermann spielen bereits seit den 1960er-Jahren zusammen. „Daher ist es nur logisch, dass eine große Anzahl von Teamkameraden nicht nur auf eine ungewöhnlich lange SSV-Vereinsmitgliedschaft, sondern auch auf eine aktive Fußballerlaufbahn von fünfzig und mehr Jahren zurückblicken kann“, betont Seidler.

Ein Blick in die Historie des SSV: Das Team der 3.Herren in der Saison 1968/69.
Ein Blick in die Historie des SSV: Das Team der 3.Herren in der Saison 1968/69.
 

Doch damit nicht genug: Zu den Aktiven der „Mannschaft der Rekorde“ kommt noch rund ein Dutzend passiver Teamkameraden dazu, die alters- oder verletzungsbedingt nicht trainieren können, sich aber dennoch zum Team dazugehörig fühlen. Einige von ihnen haben früher im „Zenit“ ihrer SSV-Laufbahn in der Liga (1. Herren) gespielt.

Neben der aktiven Zeit an der Lederkugel erleben die Mannschaftskameraden darüber hinaus aber auch viel miteinander bei gemeinsam organisierten Aktivitäten wie beispielsweise der traditionelle Vatertagstour mit dem Fahrrad, gemeinsamen Mannschaftsessen im SSV-Vereinsheim und diversen Ausflügen.

Zu den sportlichen Highlights zählt das jährliche Fußballmatch gegen die Superoldies vom TSV Sparrieshoop, mit denen man bereits seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden sei. Wer sich der Mannschaft anschließen möchte, ist zum Training, das jeweils mittwochs ab 18.30 Uhr auf dem Sportplatz Heederbrook stattfindet, willkommen.

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