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Von Bäckerei bis Bundeswehr : Berufsinfotag im Rathaus in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Etwa 600 Schüler haben sich gestern im Pinneberger Rathaus über Ausbildungsmöglichkeiten informiert.

von
erstellt am 29.Sep.2015 | 12:15 Uhr

Pinneberg | Es gibt etliche Ausbildungsberufe und Studiengänge in Deutschland. Welcher ist da der Richtige? Möglichkeiten und Wegweiser bot gestern der Berufsinformationstag im Pinneberger Ratssitzungssaal. „Wir stellen hier 150 Ausbildungsberufe vor – das ist schon eine ganze Menge und gut, um einen Überblick zu bekommen“, sagte Susann Burmester von der Wirtschaftsgemeinschaft Pinneberg, die als Veranstalter verantwortlich zeichnet. Gemeinsam mit der Stadt Pinneberg und der Agentur für Arbeit. Auch in diesem Jahr präsentierten sich – wie im Vorjahr – 28 Unternehmen. „Das ist das Maximum, mehr geht hier nicht in den Räumen“, so Burmester. Von der Bäckerei bis zur Bundeswehr waren viele Bereiche vertreten.

Burmester geht davon aus, dass gestern insgesamt etwa 600 Schüler im Rathaus waren, um sich über Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Darunter auch 20 Teilnehmer eines Deutschkurses vom Diakonieverein Migration. „Das ist eine starke Gruppe. Die Teilnehmer sind nächstes Jahr schon ausbildungsreif – und haben erste Berufsideen“, sagte Rolf-Peter Knoop, Berufsberater für Jugendliche in Pinneberg. „Hier können sie die ersten Kontakte knüpfen. Vor allem Berufe im handwerklichen Bereich eignen sich, wenn die deutsche Sprache noch nicht zu hundert Prozent beherrscht wird“, ergänzt er.

Beim Stand von Tempelmann Feinwerktechnik informierten sich Youssef Saleh und Dooadoush Feras aus Syrien. „Bei uns kann man Feinwerkmechaniker und Industriekauffmann werden“, sagte Geschäftsführer und Inhaber Hardy Tempelmann. „Ich habe bereits als Mechaniker gearbeitet“, sagte Saleh zu Tempelmann. „Wir haben uns als Firma auf komplizierte Anwendungen spezialisiert. Wir stellen zum Beispiel Sonderanfertigungen für Flugzeuge, U-Boote und Autos her“, so der Inhaber des Kummerfelder Unternehmens, das derzeit 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Für Abiturienten stand Siegfried Walther von der Bundesagentur für Arbeit beratend zur Stelle. „Wir versuchen Jugendlichen mit Spaß und Freude zu vermitteln, welchen Beruf sie ergreifen könnten. Und, dass es viel besser ist sich rechtzeitig darum zu kümmern als in letzter Minute“, so der Berufsberater für akademische Berufe. Warum sich trotzdem viele junge Menschen erst zu spät Gedanken um die Berufswahl machen? „Bei den meisten ist es wahrscheinlich Angst“, sagte Walther. Und gab den Tipp: „Man muss sich das vorstellen wie eine innere und eine äußere Landkarte. Man darf nicht nur schauen was es für Berufe gibt, sondern vor allem: was will ich und was kann ich“

Anna Ring, Auszubildende bei der Bäckerei Dwenger, in Pinneberg formte mit den Schülern Herzen, Seesterne und Muscheln aus Marzipan und berichtete von ihrer Arbeit. Über ihre Ausbildung sagte sie: „Ich muss zwar immer sehr früh aufstehen, aber es macht immer noch großen Spaß.“

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