Serienstart: Die „Appen musiziert“-Stars im Interview : Bernhard Brink über Hilfsbereitschaft und Humor

Bernhard Brink
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Bernhard Brink

„Viele würden sich leichter tun, wenn sie sich selbst nicht so ernst nehmen.“

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06. Mai 2015, 16:30 Uhr

Appen | Bernhard Brink ist einer der Stars, die am Sonntag, 20. September, bei „Appen musiziert“ auftreten. Zum Start der Interview-Serie in dieser Zeitung erläutert der Sänger unter anderem, warum er bei der letzten Auflage der größten ehrenamtlichen Feuerwehr-Benefizveranstaltung in Deutschland auf der Bühne steht und warum es ihm so wichtig ist, sich für den guten Zweck zu engagieren.

Wie kommt es, dass Sie erstmals bei „Appen musiziert“ dabei sind?
Rolf Heidenberger hat schon mehrmals versucht, mich für „Appen musiziert“ zu gewinnen. Aber irgendwie hat es nie gepasst. Grundsätzlich ist die Zahl der Benefizveranstaltungen in den vergangenen Jahren inflationär gestiegen. Viele davon sind unseriös oder amateurhaft organisiert. Deshalb prüfe ich ganz genau, wo ich für den guten Zweck singe. Schließlich will ich, dass mein Auftritt wirklich etwas bringt und ich mich nicht am Ende ärgern muss. Die Gefahr besteht in Appen definitiv nicht. Was dort für krebskranke Kinder getan wird, ist einfach toll. Da bringt es Spaß, dabei zu sein.

Wieso ist es Ihnen so wichtig, etwas für den guten Zweck zu tun?
An vielen Kollegen sehe ich, dass der Erfolg nichts Selbstverständliches ist. Wer gut dasteht, hat daher eine Verpflichtung, etwas zurückzugeben. Ich unterstützte deshalb auch als Schirmherr die „Kids Küche“, eine Initiative des Hilfsprojekts Arche in Berlin und bin außerdem Botschafter der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Was können die Zuschauer in Appen erwarten?
Ich biete ein buntes Programm, bei dem die Besucher Spaß haben werden. Heitere Lieder, ein paar ernstere Töne – es ist für jeden etwas dabei. Ich werde vermutlich auch ein paar neue Songs vorstellen, die auf meinem nächsten Album vertreten sind. Dieses erscheint voraussichtlich im Januar 2016. Die erste Singleauskopplung ist für August geplant.

Schlagerstar Bernhard Brink wurde am 17. Mai 1952 in Nordhorn geboren und ist seit den 1970er Jahren fester Bestandteil der Musikszene in Deutschland. Im Fernsehen moderierte der ehemalige Jurastudent auch mehrere Schlagersendungen selbst. Brinks bekanntester Hit dürfte „Ich wär‘ so gern wie du“ sein. Die beste Platzierung in den deutschen Charts erreichte er jedoch 2014 mit dem Song „Aus dem Leben gegriffen“ (Platz 22). Brink ist Träger der Goldenen Stimmgabel.

Viel kritisiert, aber immer noch da: Wie kommt es, dass Schlager so beliebt sind?
Totgesagte leben länger. Die Menschen mögen Schlager einfach. Die Jugend geht an diese Musik unverkrampft ran und die Älteren lieben sie sowieso. Ich finde es nur schade, dass in den Radiostationen irgendwelche Yuppies sitzen, die nur noch die aktuellen Popcharts rauf- und runterspielen. Die demographische Entwicklung wird dabei völlig ignoriert. Das ärgert mich vor allem für junge Künstler, die kaum noch eine Chance bekommen. Einzige Ausnahme ist Beatrice Egli. Ansonsten wird der Markt tot gemacht. Ich möchte jedenfalls heute nicht noch einmal neu anfangen müssen.

Wie viel von dem privaten Bernhard Brink steckt in Ihrer Musik?
Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und genieße es einfach, seit so langer Zeit davon leben zu können. Schlager waren schon immer mein Ding. Aber natürlich habe ich mich in all den Jahren verändert und auch meine Musik ist poppiger geworden. Und dass man in den 1960ern über andere Sachen singt als heute, ist doch klar. Alles andere wäre ja Blödsinn. In meinen Texten spiegelt sich deshalb meine persönliche Entwicklung wider.

Sie haben in dem Hape-Kerkeling-Film „Isch kandidiere!“ mitgespielt. Sind Sie jemand, der über sich selbst lachen kann?
Natürlich. Ich glaube, viele würden sich leichter tun, wenn sie sich selbst nicht so ernst nehmen. Ich habe in einer Kochsendung mitgewirkt, obwohl ich nicht kochen kann. Ich war bei „Let’s dance“, obwohl ich nicht tanzen kann. Auch wenn längst nicht alles klappte: Dem Publikum und mir hat es Spaß gebracht.

Sie traten sechsmal beim deutschen Vorentscheid für die Teilnahme am Grand-Prix-Eurovision an. War es immer ein Traum von Ihnen, Deutschland beim Grand Prix zu vertreten?
Das hat sich einfach so ergeben. Der Grand Prix war übrigens früher ein Autorenwettbewerb, bei denen die Künstler gar nicht ihre eigenen Songs präsentierten. 1984 hätte es fast für den Sieg gereicht. Ich lag nur ganz knapp hinter Mary Roos. Auch wenn ich nicht gewonnen habe: Die Teilnahme an den Vorentscheidungen hat mir auf alle Fälle nicht geschadet.

Karten für „Appen musiziert“ gibt es im Ticket-Center des A. Beig-Verlags in Pinneberg, Damm 9-19, sowie in den Geschäftsstellen in Elmshorn, Schulstraße 62-66, in Wedel, Bahnhofstraße 65, in Quickborn, Kieler Straße 80, sowie in Barmstedt, Reichenstraße 17. Telefonische Vorbestellungen sind unter 04101-5356233 möglich. Die Tickets kosten 15 Euro, mit Sitzplatzgarantie 25.
Weitere Vorverkaufsstellen sind: Maren´s LaDiDa, Hauptstraße 24 in Appen, Edeka Jensen, August-Christen-Straße 6 in Barmstedt, Edeka Appel, Waldhof 3 in Ellerbek, Theaterkasse Konzert und Event, Kirchenstraße 8 in Elmshorn, Edeka Böge, Hauptstraße 37-43 in Halstenbek, Theaterkasse Moorrege, Wedeler Chaussee 26 in Moorrege, Edeka Bert Meyer, Dingstätte 5 und Saarlandstraße 65 in Pinneberg, Edeka Böge, Nienhöfener Straße 19a in Pinneberg, Marktkauf, Peiner Hag 1 in Prisdorf, Edeka Appel, Krupunder 2 in Rellingen, Edeka Böge, Hauptstraße 39 in Rellingen, Edeka Ermeling, Gerberstraße 1 in Uetersen sowie Edeka Jensen, Am Marienhof 3 in Wedel.
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