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„Entsetzt über verbale Entgleisung“ : Bericht über den ´Streit um Straßenhoheit´ sorgt für Aufregung im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Thema des Tages über as angespannte Verhältnis zwischen Auto- und Rennradfahrer sorgt für Leserbriefe und zahlreiche Online-Beiträge. Die Emotionen schlagen hoch.

Kreis Pinneberg | Lange hat kein Bericht für so viele Reaktionen im Internet gesorgt, wie der Artikel über den Konflikt zwischen Rennrad- und Autofahrern im Kreis Pinneberg. Allein am Online-Voting mit der Frage: „Sollten Rennradfahrer auf der Straße fahren dürfen?“ haben sich an den ersten zwei Tagen mehr als 1000 Leser beteiligt. Auch auf Facebook, in der Kommentarfunktion der Internetseite dieser Zeitung und in Blogs wird diskutiert – die Fronten scheinen verhärtet.

Norbert Neidebock kommentiert auf der Homepage dieser Zeitung: „Ich habe hier den Eindruck, dass Radler oft auf Biegen und Brechen auf ihr Recht bestehen. Es ist dann natürlich schön, wenn auf dem Grabstein zu lesen ist: ‚Er hatte Recht!‘“. Weniger drastisch äußert sich Carl Eduard in seinem Beitrag: „Gegenseitige Rücksichtnahme, Geduld und Gelassenheit sind noch immer die beste Haltung, um im Verkehr gut voran zu kommen“, und erntet dafür fast vier Mal mehr zustimmende Klicks, als Daumen nach unten.

auswertung

Auch Michael Schuhmann kann beide Seiten verstehen: „Manchmal habe ich den Eindruck, dass einige Möchtegern-Radrennfahrer [...] gerne mal zu dritt nebeneinander fahren, damit der Autofahrer ja nicht überholen kann, nur um ihn zu ärgern.“ Weiter schreibt Schuhmann: „Dass Autofahrer Radfahrer allerdings nötigen, um den Stärkeren ‚heraushängen‘ zu lassen, geht natürlich auch nicht.“

Jens Grothusen schreibt: „Grundsätzlich habe ich nichts gegen Radrennfahrer [...] aber ich habe mit ‚Nein‘ gestimmt. Oft genug kam es vor, dass die Radrennfahrer rücksichtslos in Gruppen fahren. Oft genug war auch ein gut ausgebauter Radweg vorhanden, dieser wird aber nicht genutzt.“

Für Torben Frank ist auch der Zustand der Radwege ein Problem: „Die schlechten Radverkehrsanlagen sind eine Gefahr – nicht nur für Radsportler, sondern für jeden Radler. Innerorts sind vor allem rücksichtslos blind abbiegende Kfz-Führer die Gefährdung, außerorts drohen Alleinunfälle auf maroder Infrastruktur mit Wurzelaufbrüchen.“

Die Bloggerin Antje Thiel aus Elmshorn verfasste als Reaktion auf die Berichterstattung einen Blogbeitrag. Sie sei „entsetzt über die verbale Entgleisung des stellvertretenden Haselauer Bürgermeisters“. Auf elmshornblog.wordpress.com macht Thiel sich für die Rennradfahrer stark. Die meisten Radwege in der Gegend seien unzumutbar. „Es sei denn, man hält fortwährende Prellungen am Schambein und gelegentliche Stürze für ein akzeptables Risiko.“ Darüber hinaus schreibt sie, es sei eine böswillige Unterstellung von Küchler alle Rennradfahrer über einen Kamm zu scheren. Und: „Mit Fußgängern oder Schafen habe ich beim Rennradfahren keinen Stress. Nur mit Autofahrern.“

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erstellt am 14.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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