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Steigender Bedarf : Beratung für Familien wird aufgestockt

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Erziehungs- und Familienberatung der Diakonie hat im Haus der Jugend eine Außenstelle eingerichtet.

Quickborn | Offenbar sind immer mehr Familien in Quickborn auf eine psychosoziale und Erziehungsberatung angewiesen. Die Stadtjugendpflege hat darauf bereits vor mehr als einem Jahr mit Sprechstunden des Kreisjugendamts reagiert. Jetzt ist ein weiteres Angebot hinzugekommen: Die Erziehungs- und Familienberatung der Diakonie hat im Haus der Jugend eine Außenstelle eingerichtet.

„Wir sind gerade erst gestartet und haben schon drei Quickborner Familien beraten“, sagte Pastorin Bettina Seiler (Foto links), Leiterin der Beratungsstelle. Das Besondere an ihrem Angebot: Es richtet sich nicht nur an Erwachsene, sondern auch direkt an Kinder und Jugendliche. „Wir haben hier ein niederschwelliges Angebot geschaffen und erleichtern den Menschen den Weg“, sagte Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse.

Eins der Kernthemen in der Beratung sind Erziehungsfragen. „Wir erkennen eine zunehmende Erziehungsunsicherheit bei den Eltern“, so Seiler. Nach ihren Angaben liegt die Ursache dafür unter anderem in den völlig neue Problemen, mit denen Familien heute konfrontiert werden. „Ein ganz großes Thema ist Cybermobbing.“ Komme hier der Stein erstmal ins Rollen, sei er nur noch schwer zu stoppen und belaste am Ende die ganze Familie.

Aber das Team wird auch aktiv, wenn es um Partnerschaftsprobleme geht, Kinder und Jugendliche unter psychischen Auffälligkeiten leiden, Schulprobleme oder Stress mit den Eltern haben. Etwas über 400 Neuanmeldungen im Jugendamtsbereich Pinneberg-Quickborn verzeichnet die Beratungsstelle jedes Jahr. Das Angebot ist für Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre kostenlos. Die Beratungstermine im Quickborner Haus der Jugend, Ziegenweg 3, finden ausschließlich nach vorheriger Anmeldung unter Telefon 04101-5055860 statt. Wer den Schritt gemacht hat, kann dann in der Regel gleich mehrere Beratungstermine in Anspruch nehmen.

Eine ganz andere Zielgruppe, nämlich die der Senioren und ihrer Angehörigen, spricht der Pflegestützpunkt im Kreis Pinneberg an, der eine Sprechstunde in Quickborn etabliert hat. Immer am ersten Donnerstag im Monat ist Mitarbeiterin Theresa Wildgrube (Foto rechts) im Quickborner Rathaus, Rathausplatz 1, und bietet eine neutrale Beratung rund um Fragen zu Pflege und Wohnen im Alter an. Anmelden muss man sich nicht. Wer kommt, muss unter Umständen eine kurze Wartezeit in Kauf nehmen.

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erstellt am 16.Jun.2017 | 12:00 Uhr

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