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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 06:33 Uhr

Pinneberg : Benefizkonzert für die Ukraine

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Buntes Programm im Café Pino. Mehr als 700 Euro Spenden wurden gesammelt. Gemälde von Mouna Ramcke ist für 260 Euro versteigert worden.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2014 | 16:00 Uhr

Katharina Fast hat die Bilder auf dem Maidan vor einem Jahr genau verfolgt. Die Russland-Deutsche, die seit 22 Jahren in Pinneberg lebt, liest noch immer jeden Tag die Berichte aus der Ukraine. „Ich habe tagelang überlegt, wie ich helfen kann“, sagte Fast bei der Benefizveranstaltung „Hilfe für die Ukraine“ im Café Pino. Dann habe sie die Lösung gefunden: singen.

„Meine Eltern haben als Deutsche in Russland jahrelang die Anfeindungen als Nazis erlebt“, erinnerte sich Fast an persönliche Erlebnisse. Dass ein ganzes Volk angegriffen wurde und die russische Propaganda auch die Demonstranten auf dem Maidan in Kiew als Nazis bezeichnet habe, konnte sie nicht akzeptieren.

„Ich weiß wie meine Eltern gelitten haben und kann die Berichterstattung über die aktuellen Ereignisse nicht ohne Herzbluten verfolgen“, so Fast. Ihre Freundin Halyna Leontiy aus Essen berichtete ihr von der Initiative „Deutschland für die Ukraine“. Diese hat die studierte Germanistin ins Leben gerufen. „Dahin fließen auch alle unsere Spenden“, erläuterte Fast.

Mit Heike Vajen, Daphne Drischler und Sibylle Hallberg stellte die Pinnebergerin das Programm zusammen. „Alle haben sofort zugesagt“, freute sich Fast. Mit dem Lied „Sag mir, wo die Blumen sind“, eröffneten die vier die Benefizveranstaltung. Anschließend trug Fast alte russische Volkslieder vor. Vajen von der Musikschule Hamburg und Flötistin Drischler spielten Oldies wie „Yesterday“ von den Beatles. Hallberg moderierte den Benefizabend und trug Kurzgeschichten und Gedichte vor. Vajens Sohn Marius Evers wurde als Auktionator aktiv und versteigerte das 80 mal 80 Zentimeter große Gemälde „Tolérance“, das von der Malerin Mouna Ramcke gestiftet worden war. „Es war ein fantastischer Abend“, bilanzierte Fast. Das wichtigste: Die Spendenkasse erhielt reichlich Zuwachs.

Insgesamt kamen 734 Euro für die Initiative „Deutschland für die Ukraine“ zusammen. Allein die Versteigerung des Gemäldes brachte 260 Euro in die Kasse. „Damit können wir Witwen und Waisen in der Ukraine ein wenig helfen“, so Fast.

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