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Unterstützung über den Tod hinaus : Benefiz-Spiel in Gedenken an verstorbenen Simon

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die 1. Herren des Tangstedter Sportvereins organisieren Benefiz-Spiel in Gedenken an verstorbenen Simon. Der Gegner ist der HFC Falke.

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erstellt am 08.Apr.2016 | 10:00 Uhr

Tangestedt | Erst ist es nur ein spontaner Gedanke gewesen, doch schnell wurde daraus ein konkreter Plan: Am Freitag, 13. Mai, tritt die 1. Herren-Mannschaft des Tangstedter Sportvereins (TSV) gegen das Team des HFC Falke Hamburg an. Anpfiff auf dem Rasenplatz 1 im Hasloher Weg 5 ist um 19 Uhr. Das Match wird ausgetragen, um an den kürzlich an Leukämie verstorbenen Simon, einem gemeinsamen Freund und Weggefährten, zu erinnern.

„Der überwiegende Teil unserer Mannschaft kannte Simon persönlich“, berichtete Patrick Harder, Stürmer der Tangstedter, im Gespräch mit dieser Zeitung. Denn zahlreiche Fußballer der Gemeinde sind im offiziellen Pinneberger Fanclub des Hamburger Sportvereins (HSV) namens „Zaungäste“ organisiert – genau wie Simon es war.

Auch die Tangstedter Vereinsvorsitzende Sabine Hollinger ist HSV-Fan und fährt regelmäßig zu den Spielen. „Als die Idee konkreter wurde, wurde ich gefragt, ob der Tangstedter Platz für ein Benefiz-Spiel zugunsten der Hinterbliebenen zur Verfügung stehen würde“, erklärte Hollinger. Für sie gar keine Frage – sie sagte sofort: „Na klar“. Somit stand der Ort fest. Mitglieder des TSV wollen außerdem den Getränkeausschank übernehmen.

Fehlte nur noch ein würdiger Gegner. „Das Problem war nicht, eine Mannschaft zu finden, die einen Bezug zum HSV hat, es war eher der Termin“, erläuterte Harder. Denn nicht alle Mannschaften hätten über Pfingsten spielfrei. Die dritte Mannschaft des HSV habe deswegen leider absagen müssen. Die weiteren Überlegungen führten zum Hamburger Fußball-Club Falke (HFC).

Der junge Verein, der erst in dieser Saison den Spielbetrieb aufgenommen hat, überlegte nicht lang – denn Simon war auch hier kein Unbekannter. „Sie sagten sofort zu“, sagte Harder erfreut. Und erklärte sich bereit, für den Termin auch die Öffentlichkeitsarbeit zu übernehmen. So kann damit gerechnet werden, dass an dem Freitagabend im Mai rund um den Sportplatz kein einziger freier Parkplatz zu finden sein wird: Der HFC ist dafür bekannt, dass mehrere hundert Zuschauer zu den Auswärtsspielen fahren. Und für den guten Zweck dürfen es gern auch noch ein paar Gäste mehr werden.

Als im Mai 2014 stolze 86,9 Prozent der anwesenden 9702 Mitglieder bei der Versammlung im HSV-Stadion für die Ausgliederung der Fußballsparte stimmten und nur 13,1 Prozent dagegen waren, begann eine neue Zeit beim HSV. Einige Fans wollten das nicht mitmachen. Sie gründen einen neuen Fußballverein, bei dem Sport im Vordergrund stehen soll: Den HFC Falke. Der Name ist eine Hommage an die damaligen Gründungsvereine des Hamburger SV. Aus dem Hamburger FC 88 und dem FC Falke 06 entstand 1919 zusammen mit dem SC Germania 1887 der HSV. www.hfc-falke.de
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