Bemühungen um gut aufgestellte Kinderbetreuung

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10. September 2019, 16:00 Uhr

HETLINGEN | Die Umbauarbeiten in der Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sind im vollen Gange. Kita-Leiterin Birte Koch-Behrend berichtete vor dem Schul- und Sozialausschuss von den Schwierigkeiten, die Bauarbeiten im laufenden Betrieb mit sich bringen.

Die Kita wird derzeit um eine weitere Krippengruppe, einen Mitarbeiter- und einen Ruheraum erweitert. Das Gros der Arbeiten ist abgeschlossen, ein konkretes Datum für die Fertigstellung steht allerdings noch nicht fest. Bürgermeister Michael Rahn (FW, Foto links) sagte dazu, nicht alle Gewerke kooperierten reibungslos miteinander.

Koch-Behrend fiebert dem Ende der Bauarbeiten entgegen, denn der Kindergartenbetrieb läuft parallel weiter. Funktionsräume fehlten, beispielsweise ein Schlafraum für die Krippenkinder. Manche alltäglich benötigten Dinge befänden sich in Umzugskisten. Auch stünden die vielen fremden Personen auf dem Kita-Gelände in Konflikt mit dem Kinderschutzkonzept. Der Bürgermeister bat um Geduld. Ziel sei es, möglichst bald Ruhe reinzubringen. Koch-Behrend teilte mit, dass trotz der Erweiterung für den Wechsel 2020 bereits zehn Krippenkinder mehr auf der Warteliste stehen, als Plätze zur Verfügung.

Um die neuen Räume mit Möbeln auszustatten, soll unter anderem das Guthaben aus der Kindergarten-Jahresrechnung 2018 in Höhe von mehr als 16 000 Euro verwendet werden. Dafür sprach sich der Schul- und Sozialausschuss einstimmig aus. Die Überschüsse sind entstanden, weil durch Erweiterungen der Schuli-Gruppe und des Frühdienstes Mehreinnahmen generiert werden konnten. Das letzte Wort dazu hat die Gemeindevertretung, die am 23. Oktober tagt.

Auch die Kita in Hetlingen bekommt zu spüren, dass Fachpersonal schwer anzuwerben ist. DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Kinle (Foto rechts) erläuterte dem Ausschuss seine Idee, sozialpädagogische Assistenten selbst auszubilden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. „Das Land ist der Auffassung, die Schulplätze für Erzieher seien ausreichend“, monierte Kinle. Je eine Azubi-Stelle zurzeit in allen 17 DRK-Kitas des Kreises ist angedacht. Sein Konzept sieht eine Kooperation mit dem Hamburger Institut für berufliche Bildung vor, das den theoretischen Teil übernehmen würde. Doch die Landesrahmenvereinbarung verlange, dass bei einer Kooperation mit einem externen, nichtstaatlichen Bildungsträger das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit in Vollzeit gearbeitet werden muss, führte Kinle aus. Das hat eine Ausbildungszeit von drei statt den üblichen zwei Jahren zur Folge.

Die Gemeindevertretung Hetlingen hatte bereits ihre grundsätzliche Unterstützung für diese Idee signalisiert. Ob die Gemeinde über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, müsse zu gegebener Zeit geprüft werden, sagten Rahn und die Ausschussvorsitzende Renate Springer-König (FW). Denn der praktische Ausbildungsteil innerhalb der Kita soll vergütet werden, und die Gemeinden müssten einen Teil der Kosten beisteuern.

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