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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 21:20 Uhr

Osterfeuer : Beliebter Brauch mit einigen Regeln

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vom Volksfest bis zur Privatfeier ist alles möglich: An den Schutz von Menschen und Tieren sollte jedoch gedacht werden.

Kreis Pinneberg | In der kommenden Woche ist es so weit: Dann werden in der Region wieder zahlreiche Osterfeuer entzündet. An vielen Orten im Kreis Pinneberg richten Vereine und Verbände den Brauch aus und laden Gäste dazu ein, sich bei Getränken, Speisen, Musik und Kinderprogramm dazuzugesellen. Die Termine, die dieser Zeitung bekannt sind, sind im Infokasten auf dieser Seite zusammengefasst.

Vielerorts gibt es zudem die Möglichkeit, ein privates Osterfeuer zu organisieren. In den Natur- und Landschaftsschutzgebieten seien Osterfeuer jedoch genauso verboten wie in der Nähe von Reetdachhäusern, im Wald, im Moor oder auf Heideflächen, sagte Olivers Carstens, Sprecher des Kreises Pinneberg. Ob ein Osterfeuer am Wunschort möglich sei, sollte bei dem zuständigen Ordnungsamt erfragt werden, sagte Carstens.

Wer ein Osterfeuer plant, sollte zudem darauf achten, dass die Feuerstelle in ausreichendem Abstand zu Bäumen und Sträuchern steht. „Außerdem ist die Größe des Feuers zu begrenzen, um zum einen noch eine Kontrolle ausüben zu können und zum anderen die Übersicht zu behalten“, sagte Carstens. Manchmal seien zwei oder drei kleine Feuer besser als ein großes.

Um Menschen und Tiere zu schützen, sollten zudem einige weitere Aspekte beachtete werden. „Die Haufen der Osterfeuer sind ein idealer Lebensraum für Kleintiere wie Käfer, Kröten, Wildbienen, Igel, Wiesel und kleine Vögel“, sagte Carstens. Deshalb sollte das Brennmaterial am Tag vor dem Abbrennen noch einmal umgeschichtet werden.

Dies könne man auch dazu nutzen, um ungeeignete Stoffe auszusortieren. Dazu zählen Abfälle wie Haus- und Sperrmüll, Reifen und Plastikabfälle. Aber auch feuchtes oder frisch geschnittenes Holz seien ungeeignet, denn sie entwickelten starken Rauch, der die Atemwege schädigen könne. Zudem sei die Windrichtung zu beachten und das Feuer bei starkem Wind zu löschen.

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