Beleuchtung gegen Kriminalität

Sie sprachen über Sicherheit: Werner Westerhoff (von links), Urte Steinberg (Bürgermeisterin) und Ines Strehlau (Landtagsabgeordnete der Grünen).
Sie sprachen über Sicherheit: Werner Westerhoff (von links), Urte Steinberg (Bürgermeisterin) und Ines Strehlau (Landtagsabgeordnete der Grünen).

Präventiver Rat informiert Landtagsabgeordnete Ines Strehlau (Grüne) über dessen Arbeit

shz.de von
16. November 2018, 16:50 Uhr

„Ich bin sehr stolz auf den Kriminalpräventiven Rat“, leitet Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) ein. Der Kriminalpräventive Rat (KPR) der Stadt Pinneberg ist seit 1996 aktiv. Im Rahmen der Ausschwärmtage der Fraktion „Die Grünen“ war die Landtagsabgeordete Ines Strehlau (Bündnis 90/Die Grünen) in Pinneberg zu Besuch. Sie hat sich über die Arbeit des Rates informiert. Die Kriminalprävention der Partei gehöre mit zu den Kernthemen der Partei. Zum Thema Sicherheit hat sich die Landtagsabgeordnete mit Bürgermeisterin Urte Steinberg und Werner Westerhoff (Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rats) getroffen. „Die Angst der Bürger und das Sicherheitsgefühl passen oft nicht mit der rückläufigen Kriminalitätsrate zusammen”, sagt Strehlau. Wichtig sei ihr, auf dieses Gefühl einzugehen. In Pinneberg habe es am Bahnhof und im Ilo Park an Beleuchtung gefehlt, wurde Strehlau im Vorgespräch mit Steinberg und Westerhoff informiert. Der Kriminalpräventive Rat kümmerte sich um die Beleuchtung an beiden Orten. Zudem wurde am Bahnhof zum Schutz der Fußgänger gearbeitet. „Der Verkehr soll hier verlangsamt werden, damit die Menschen sicher vom und zum Bahnhof kommen“, sagt Westerhoff.

Auf Landesebene gebe es 87 Kriminalpräventive Räte, von denen 50 aktiv und 30 sehr aktiv seien, so Strehlau. Einer der sehr aktiven Räte sei der in Pinneberg, führte sie aus. Das Ziel war und ist es, verschiedene Institutionen der Stadt zusammen zu bekommen, erläutert Steinberg. Dies beuge eventuellen kriminellen Aktivitäten frühzeitig vor. In Pinneberg sind 55 Mitglieder aus Vertretungen der Polizei, der Schulen, des Jugendamtes, der Stadtverwaltung und der Kirchen, sowie Vertretungen der politischen Parteien im Rat tätig. Sie treffen sich sechs Mal im Jahr, um zusammen an kriminalpräventiven Projekten zu arbeiten und Lösungen zu finden, führt Steinberg aus. Viele der Mitglieder arbeiten in Doppelbesetzung. „Der Rat trägt sich durch Austausch”, so die Bürgermeisterin. Momentan wird Dank der gemeinsamen Arbeit überlegt, ob eine Stelle für einen Streetworker geschaffen werden soll. Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport hatte dieses Anliegen an den Rat heran getragen. Dadurch, dass Vertreter aller Parteien im Rat vertreten seien, fände auch Austausch auf politischer Ebene statt, fügt Westerhoff hinzu. Zudem passe der Rat sich an die Bedürfnisse der Pinneberger an und böte Veranstaltungen an, die die Bürger sensibilisieren sollen. Diese wirken der Kriminalität entgegen, so Westerhoff. Es gebe immer verschiedene Themenschwerpunkte, von Religion über die Arbeit der Polizei, über Sucht und Drogen. Strehlau nimmt aus dem Gespräch mit, dass die Arbeit des Kriminalpräventiven Rates ein gutes Beispiel für andere Kommunen sein könne. Und auch, dass es wichtig ist, die Arbeit der Mitglieder zu ehren.

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