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Marode und veraltet : Bekommt Tornesch den Rathaus-Neubau für fast acht Millionen Euro?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Neubau oder Sanierung: Die Entscheidung soll im kommenden Hauptausschuss am 7. März in Tornesch fallen.

Tornesch | Das Tornescher Rathaus ist marode. Im Sommer zu warm, im Winter zu kalt, immer zu dunkel und heutige Sicherheitsvorschriften werden mit der veralteten Technik auch nicht mehr eingehalten. Hier muss dringend was passieren. Die Politik steht deswegen vor der Frage: Sanieren für 2,3 Millionen oder gleich ein Neubau für 7,9 Millionen Euro? Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Vergleichsstudie in Auftrag gegeben. Jetzt gibt es die Ergebnisse. Sie sollen am Montag, 7. März, im Hauptausschuss diskutiert werden.

Das Gebäude, das derzeit das Rathaus von Tornesch beheimatet, wurde bereits vor rund 40 Jahren gebaut. Seitdem ist baulich nicht viel passiert. Jetzt sind Arbeiten an der Bausubstanz unausweichlich.

In der Studie wird klar: Die Sanierung käme die Stadt Tornesch deutlich günstiger. Sie soll laut Konzept der Architektengemeinschaft Knaack und Prell in Kooperation mit ibp Ingenieurgesellschaft für Brandschutzplanung etwa 2,3 Millionen Euro kosten. Fassade, Fenster und Türen, sowie die Sanierung der technischen Anlagen nehmen davon bereits gut eine Million Euro in Anspruch.

Das Verwaltungsgebäude wurde vor etwa 40 Jahren in der Wittstocker Straße 7 gebaut. Bis 1999 stand es auf Uetersener Boden und beheimatete die Schleswag Abwasser GmbH. Für den Einzug der Tornescher Verwaltung wurde das Grundstück extra umgemeindet. Sonst ist seitdem aber nicht viel passiert. In den vergangenen Jahren sei immer nur das Nötigste gemacht worden. „Und die Technik ist noch auf dem Stand von Anfang der 1980er Jahre“, sagt Büroleiterin Inga Ries. Es gehe auch um den Arbeitsschutz der 60 Verwaltungsmitarbeiter.

Ein Neubau würde laut Knaack und Prell 7,9 Millionen Euro kosten. Das Architekturbüro PSP aus Hamburg – es wurde zusätzlich herangezogen, weil es einen vergleichbaren Neubau in Bordesholm betreut hat – plant mit 7,64 Millionen. Die Architekten gehen in ihrer Kalkulation von drei Geschossen aus, einen Ratssaal planen sie mit einer Größe von etwa 200 Quadratmetern – ebenso groß wie der jetzige. Die benötigte Grundstücksfläche läge bei 3000 bis 4000 Quadratmetern, die Grundfläche des Gebäudes bei 3800.

Der ehemalige Penny-Markt an der Willy-Meyer-Straße könnte dem Rathaus weichen.
Der ehemalige Penny-Markt an der Willy-Meyer-Straße könnte dem Rathaus weichen. Foto: PSP Architekturbüro
 

Das neue Rathaus stünde auch an neuer Stelle. Nicht mehr am Rande der Stadt wie bisher, sondern zentral gelegen, mitten im Ortskern. Pläne, die Verwaltung zentraler anzusiedeln, gebe es schon so lange wie den Standort in der Wittstocker Straße, so Büroleiterin Ries. Derzeit käme dafür das ehemalige Penny-Gelände an der Willy-Meyer-Straße infrage.

„Die Verwaltung empfiehlt aus Kostengründen die Sanierung“, sagt Bauamtsleiterin Marion Grün. Was nun mit dem Rathaus passiert, sei eine rein politische Entscheidung. Sie soll am Montag, 7. März, fallen. Beginn ist um 19 Uhr – im Rathaus.

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erstellt am 02.Mär.2016 | 12:15 Uhr

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