zur Navigation springen

Pläne für den Bahnhof : Bekommt Pinneberg einen sechsten Bahnsteig?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Bundestagsabgeordnete Ole Schröder (CDU) bringt Alternativen ins Gespräch, um die Pendlerströme zu entlasten.

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Der Bundestagsabgeordnete des Kreises Pinneberg, Ole Schröder (CDU), fordert vom Land mehr Engagement für ein drittes Gleis. „Wichtig ist es, auch das dritte Gleis nach Elmshorn zu entwickeln, um die Pendlerströme auf Schiene und Bahn zu entlasten“, sagte er gestern im Pinneberger Rathaus. Aktuell gebe es täglich 20.000 Pendler, die beispielsweise den Pinneberger Bahnhof nutzten. „27.000 werden es 2040 sein“, sagte Schröder.

Der Bundestagsabgeordnete war zu Gast bei Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos). Er hatte sich im Beisein der Landtagskandidatin für Pinneberg, Kerstin Seyfert (CDU), und des wissenschaftlichen Mitarbeiters im Wahlkreisbüro von Schröder, Carl-Eric Pudor, getroffen, um sich über die aktuellen Entwicklungen in der Kreisstadt zu informieren.

Jüngst hatte Schröder für das Projekt Drittes Gleis beim Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, geworben. Der Bau des dritten Gleises zwischen Pinneberg und Elmshorn auf einer Länge von rund 15 Kilometer würde etwa 120 Millionen Euro kosten.

Zur schnellen Verbesserung brachte Schröder gestern zusätzliche Bahnsteigkanten in Pinneberg oder Elmshorn ins Gespräch, um zum Beispiel den Güterverkehr umzuleiten und weitere Haltemöglichkeiten für Züge zu schaffen. Hierfür sei keine Ausweisung im Bundesverkehrswegeplan nötig. Für Pinneberg wäre es ein sechster Bahnsteig. „Das Projekt ist kurzfristig umsetzbar“, sagte Schröder. Das Geld dafür sei vorhanden. Eine konkrete Summe nannte er nicht.

Mittel vom Bund

„Da die Strecke überwiegend vom Personennahverkehr beansprucht wird, muss sich hier das Land Schleswig-Holstein maßgeblich um die Entwicklung bemühen“, sagte Schröder. Dafür könnten vom Bund auch Mittel im Rahmen der Gemeindeverkehrsfinanzierung bereitgestellt werden.

In diesem Zusammenhang sprach sich Steinberg erneut für den Metroexpress aus, so der Arbeitstitel dieses Zugs, der einmal alle halbe Stunde von Pinneberg zum Hauptbahnhof fahren soll – und zwar außerhalb der S-Bahn-Strecke. „Die Züge sind überfüllt“, sagte Seyfert. „Eine Einsparnis von einer halben Stunde bedeutet mehr Lebensqualität für die Pendler“, betonte Pudor.

Schröder interessierte sich des Weiteren für den Umbau des Pinneberger Bahnhofs und zeigte sich erfreut über die Fortschritte, die sich derzeit im Bahnhofsumfeld zeigen. Im April wurden die Park & Ride-Flächen an der Rockvillestraße eröffnet, die Platz für 160 Pkw bieten – der erste Baustein des Projekts. 88.000 Euro wurden insgesamt in die neuen Parkflächen investiert. Auf dem alten Park & Ride-Platz, der künftig zum ZOB wird, verlegen die Stadtwerke derzeit Versorgungsleitungen.

Den Umbau des Busbahnhofs kündigte Steinberg für Herbst an. Ein halbes Jahr sollen die Arbeiten dauern. „Je nach Wetterlage“, so Steinberg. Die Kosten betragen 1,64 Millionen Euro. 75 Prozent werden gefördert, 15 Prozent muss die Stadt zahlen. Da der Investitionshaushalt noch eingefroren ist, will Steinberg eine Genehmigung für dieses Projekt beantragen. Eine Verzögerung gebe es nicht. „Zurzeit läuft alles ineinander.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen