zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 11:57 Uhr

Beim Sport ist die Herkunft egal

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schüler der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg organisieren Olympiade / Auch 20 Flüchtlingskinder sind mit von der Partie

von
erstellt am 26.Mär.2016 | 16:13 Uhr

Mit einem Basketball zielt Hussein auf einen Korb. Aus einer Entfernung von sechs Metern. Er trifft – und erhält eine hohe Punktzahl dafür. Hussein ist zwölf und stammt aus Syrien. Mit anderen Flüchtlingskindern hat er an einer Sportolympiade teilgenommen, die 14 Schüler der Johannes-Brahms-Schule in dieser Woche auf die Beine gestellt haben.

Bei den Organisatoren handelte es sich durchweg um Jugendliche zwischen 15        und 18 Jahren, die das Medienprofil der Schule belegen. Das Projekt fördere die Eigeninitiative, so Lehrer Timm Ehrhardt. „Wir gehen davon aus, dass die Schüler hier etwas mitnehmen“, sagte er. Beispielsweise vorausschauend zu arbeiten und schon im Vorfeld Schwierigkeiten abzuschätzen.

Insgesamt gab es bei der Olympiade sechs Stationen: Völkerball, Abenteuer-Parcours, Werfen mit verschiedenen Bällen, Brennball, Staffellauf und die in den Klassenräumen veranstaltete „Reise nach Jerusalem“. 112 Schüler des sechsten Jahrgangs sowie 20 Flüchtlinge nahmen teil. Dabei handelte es sich um Flüchtlingskinder im Alter von elf bis zwölf Jahren, die die DaZ-Klassen am Schulzentrum Nord besuchen. Wir hoffen, dass hier Freundschaften entstehen“, sagte die 17-jährige Annika, der es sichtlich Spaß machte, das Sportfest mit zu organisieren.

Auf das Thema Flüchtlinge kamen die JBS-Schüler dabei schnell. „Das Thema ist derzeit so präsent überall, dass wir da auch etwas machen wollten“, erläuterte Mit-Organisator Tim. Ein Sportfest sei absolut geeignet, um das Thema Integration voranzubringen. Zudem hätten er und die anderen Organisatoren früher selbst gern an derartigen Veranstaltungen teilgenommen.

Für den Fokus auf Sechstklässler hat er auch eine Erklärung: „Einerseits sind wir für Schüler in dem Alter noch Autoritätspersonen. Andererseits sind die Kinder aber dennoch alt genug, um das Thema und die Bedeutung von Integration zu verstehen“, findet Tim. Die, um die es ging, hatten jedenfalls ihre Freude am sportlichen Treiben. „Werfen und Springen machen mir am meisten Spaß“, erzählte Hussein. Amira, ebenfalls zwölf Jahre alt, betonte, neue Freundschaften geschlossen zu haben.

Und noch eine war sehr angetan: Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) nutzte den Termin kurz vor Ostern, um sich von der „gelebten Integration“, wie sie sagte, zu überzeugen. „Integration über Sport zu fördern, ist eine klasse Idee.“





Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen