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Sozialcafé in der Pinneberger Bahnhofstraße : Bei ihnen werden Bedürftige satt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Suchtberatung und das Café Pino stehen ab sofort unter gemeinsamer Leitung.

Pino, das Sozialcafé in der Pinneberger Bahnhofstraße, ist in die Jahre gekommen. Maike Kleber, die im Haus gegenüber die Suchtberatung der Diakonie leitet, will jetzt dafür sorgen, dass das Pino auch weiterhin seinem Slogan „Stark für andere“ Ehre macht. Deshalb übernahm sie als zusätzliche Aufgabe die Leitung des Cafés. Christian Rohde, bisher kommissarisch mit der Führung der Einrichtung betraut, kann sich nun wieder auf seine Hauptaufgabe, die „Werkstatt“ für Langzeitarbeitslose in Quickborn, konzentrieren.

Konzipiert als Initiative im Kampf gegen Armut und soziale Isolation öffnete das Café 1998 erstmals seine Tore, zunächst an der Elmshorner Straße. Der Umzug in die Bahnhofstraße bescherte der diakonischen Einrichtung dann wesentlich größere und günstiger gelegene Räumlichkeiten.

„Pinosaurier“ helfen dem Café

Verschiedene Leitungen bemühten sich seither, hier mehr zu bieten als einen Treffpunkt mit subventioniertem Frühstück und Mittagessen für sozial benachteiligte Mitbürger. Unter anderem hofften die Träger, dass ihr Café nach und nach Gäste aus allen Bevölkerungsschichten anziehen und so zur Überwindung von sozialer Ausgrenzung beitragen würde.

Da es auf der Pino-Speisekarte für sozial Schwache und für Normalverdiener unterschiedliche Preise gibt, bestand sogar die Hoffnung, das Café könne sich eines Tages selbst finanzieren. Ausstellungen, Lesungen und musikalische Darbietungen sollten dem Café zusätzliche Attraktion verleihen und einen festen Platz in Pinnebergs Kulturlandschaft sichern.

Sponsoren für Modernisierung gesucht

Zu ehrgeizige Ziele vielleicht. Das Pino, zugleich auch eine Arbeitsplatzmaßnahme für Langzeitarbeitslose, braucht nach wie vor Finanzspritzen. Zu seinen verlässlichen Sponsoren gehören unter anderem die „Pinosaurier“, Pinnebergs wohltätige Altherrenriege. Kleber will sich um zusätzliche Geber bemühen, denn ihre Pläne kosten Geld: Das Café braucht dringend einen Facelift, um für Veranstaltungen attraktiver zu werden. „Wir haben montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr geöffnet, danach könnten Firmen, Vereine und auch Privatpersonen hier Feiern abhalten“, ist eine ihrer Hoffnungen. Und weiter hebt sie hervor: „Auch als Caterer sind wir zu haben.“

Großes Lob hat Kleber für ihr Team im Café, die bewährte Hauswirtschaftsleitung von Fathya Alwan und Inna Kastelli sowie Küchenchef Matthias Schneider. Das werde es ihr leicht machen, sich aus dem alltäglichen Geschäft weitgehend herauszuhalten und sich stattdessen auf Verbesserungen für die Zukunft des „Pino“ zu konzentrieren, glaubt die neue Leiterin des Hauses.

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