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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 15:25 Uhr

Pinneberg : Bauunternehmen stempelt nun digital

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Pinneberger Firma Kemna hat ein System entwickelt, um den Fortschritt ihrer Bauprojekte zu erfassen. Dabei verzichten die Vorarbeiter auf handschriftliche Notizen, sondern arbeiten nur noch mit Hilfe von Tablet-PCs und Smartphones.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Das Pinneberger Bauunternehmen Kemna führt ein neues System ein, um auf Baustellen den Fortschritt seiner Projekte zu dokumentieren. Statt mit Zettel und Stift sind die Vorabeiter künftig mit Smartphone und Tablet-Computer unterwegs, um etwa die Einsatzzeiten ihrer Teams zu erfassen.

„Per Mobilfunk werden die Daten direkt an unsere zentralen IT-Systemen gesendet“, sagt Christian Lüdtke, bei Kemna zuständig für EDV und verantwortlich für das Pilotprojekt, dass auf einer Baustelle an der A 21 gestartet wurde. Mit dem neuen System könne auch das notwendige Bautagebuch automatisch geführt werden. Die Mitarbeiter erfassen also nicht nur Einsatzzeiten, sondern auch Daten wie erbrachte Leistung, Standort, Wetter, Material- und Geräteeinsatz. Gemeinsam mit Fotos von den Baustellen würden die Daten in Echtzeit auf einen Server der Firmenzentrale übertragen.

Maik Rubbert ist Schachtmeister bei Kemna. An der A 21 bei Bad Oldesloe hat er das neue System getestet. Auf einer etwa acht Kilometer langen Autobahnbaustelle war er dafür verantwortlich, dass mehrere hundert Tonnen heißen Asphalts auf die Trasse kamen. Er steht unter Druck, um die Zeitvorgaben der des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV) einzuhalten.

„Wir arbeiten hier mit 15 Kollegen, damit die Strecke möglichst schnell wieder freigegeben werden kann“, sagt Rubbert. Sein Smartphone benutzt der 45-Jährigen neuerdings für die Zeiterfassung in der Arbeitskolonne. „Mit der neuen Software logge ich mich morgens auf der Baustelle ein, und die Daten werden online direkt in die kaufmännischen Anwendungen der Firmenzentrale in Pinneberg übertragen. Ich muss also keine Arbeitszettel mehr ausfüllen.“

Neben der stationären Zeiterfassung für etwa 400 Mitarbeiter an den mehr als 50 Standorten sollen nun auch die gut 140 Poliere, Vorarbeiter und Schachtmeister auf Baustellen in ganz Norddeutschland mit Smartphones und Tablets ausgestattet werden.

„Das Besondere der Software ist, dass sie auch ohne Mobilfunkverbindung funktioniert und Standorterkennung über GPS unterstützt. Der Einsatz in einem Großunternehmen mit so vielen Baustellen ist für uns eine echte Herausforderung“, sagt Jürgen Bruns, Geschäftsführer des Unternehmens „123erfasst.de“ zum Auftrag von Kemna. Die Softwarefirma programmiert die sogenannten Apps – kleine Anwendungen für die Smartphones und Tablet-Computer.

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