Baustelle der Überraschungen

Seit dem Frühjahr ist der Verkehr in der Dorfstraße gesperrt oder behindert. Anwohner sind verärgert, dass das für September geplante Bauende nicht eingehalten worden ist.
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Seit dem Frühjahr ist der Verkehr in der Dorfstraße gesperrt oder behindert. Anwohner sind verärgert, dass das für September geplante Bauende nicht eingehalten worden ist.

Arbeiten in der Borstel-Hohenradener Dorfstraße dauern deutlich länger als geplant / Grund sind falsch verlegte Leitungen

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09. Oktober 2018, 16:01 Uhr

Seit Mai behindert eine Baustelle in der Borstel-Hohenradener Dorfstraße das Durchkommen im Ort. Bereits beim ersten Bauabschnitt gab es Beschwerden von Anwohnern in diesem Bereich, die nicht mit dem Fahrzeug auf ihr eigenes Grundstück kamen. Suggerierte die Ankündigung zur Straßenverbreiterung im April dieses Jahres noch Hoffnung, dass die Beeinträchtigung für die Anwohner bis Mitte September überstanden wären, war anhand des Baufortschritts relativ schnell ersichtlich, dass dieser Termin nicht zu halten ist.

Bürgermeister Harm Kähler (FWG) schätzte im Gespräch mit unserer Zeitung den Fertigstellungstermin der dritten und letzten Bauphase optimistisch mit Ende November ein: „Die diversen Überraschungen haben uns immer wieder ganze Arbeitstage gekostet. Wir können nur hoffen, dass es jetzt keine weiteren Verzögerungen mehr gibt.“ Gemeint sind damit die vor vielen Jahren viel zu flach verlegten Starkstromkabel und Abwasser-Sammelrohre, die zunächst in größerer Tiefe verlegt werden mussten. Auch gebrochene Abwasser-Hausanschlüsse und falsch angelegte Straßengullys sowie Querungen zur anderen Straßenseite kosteten zusätzliche Zeit.

Der erste Abschnitt bis zur Straße „In Dörp“ ist zunächst fertiggestellt und wieder in Richtung Quickborner Straße befahrbar. Baustufe 2, von „Op’n Felln“ bis zur Einfahrt in Nedderhulden ist derzeit in Arbeit, danach folgt der dritte Bereich bis zur Kummerfelder Straße. Eine neue Verschleißdecke wird es erst in zwei bis drei Jahren geben, wenn sichergestellt ist, dass es keine Absackungen mehr gibt.


Durchfahrt nur für Anwohner

War im ersten Abschnitt die Durchfahrt zunächst noch komplett verboten, gibt es zumindest für die Anwohner in den beiden anderen Bereichen die Möglichkeit, ab 16.30 Uhr bis 7 Uhr und am Wochenende auf eigenes Risiko mit dem Fahrzeug zu ihren Grundstücken zu gelangen. Jedoch sei gewarnt vor der Annahme, die Straße wäre in dieser Zeit für den Durchgangsverkehr offen, auch wenn passierende Anwohner die Absperrungen nach Durchfahrt nicht wieder korrekt zurückgestellt haben. Wer die Baustelle unerlaubt befährt, riskiert einen Punkt in Flensburg und 60 Euro Strafe.

Die Straße „In Dörp“ bleibt bis zum Wechsel in die dritte Bauphase, die zirka in drei bis vier Wochen beginnt, Richtung Wendelkamp offen, danach wird sie wieder geschlossen. Dann können auch die Anwohner des Nedderhulden wieder auf die Dorfstraße in Richtung Denkmal fahren.

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