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Halstenbek : Baumverstümmlern geht es an den Kragen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Verwaltung ermittelt wegen klarem Verstoß gegen Schutzsatzung. Es drohen Strafen von bis zu 50.000 Euro.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 17:00 Uhr

Halstenbek | Die Anwohner am Halstenbeker Bartelskamp sind entsetzt. Die verstümmelten Bäume im Garten eines Nachbarn sind nicht nur eine ästhetische Zumutung. Nein, es sei Baumfrevel. Eine Verunstaltung, die eindeutig gegen die Baumschutzsatzung der Gemeinde verstoße. So lautet der Brief eines Bürgers, der unserer Zeitung vorliegt. Mit dieser Ansicht stehen die Bürger nicht allein. Rodion Wohlleben, im Fachdienst Bauverwaltung Funktion für den Umwelt- und Naturschutz zuständig, ist mit dem Sachverhalt vertraut: „Wir haben eine Ordnungswidrigkeit angeschoben.“

Die eigenwillige und eigenständige „Maßnahme“ sei zwei Wochen her, so Wohlleben weiter. Die Kappung, wie sie privat vorgenommen wurde, sei so nicht erlaubt. „Sie ist dramatisch und ein klarer Vestoß gegen die Baumschutzsatzung“, bringt es Wohlleben auf den Punkt. In keinster Weise sei auf die ZTV Baumpflege Rücksicht genommen worden. ZTV steht für „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege und Baumsanierung“. Sprich: Wer sich daran hält, muss sich über das wie, wann und in welcher Form der Schnittmaßnahme informieren.

Fakt ist: Diejenigen Privatpersonen, die aus eigenen Stücken heraus den Bäumen an den Kragen gehen, riskieren eine empfindliche Strafgebühr. „Die kann laut Paragraph 12 bis zu 50.000 Euro hoch sein“, rechnet Wohlleben vor. In diesem Fall dürfte die Bestrafung in dreistelliger Höhe ausfallen, heißt es aus der Verwaltung an der Gustavstraße.

Wohlleben, seit mehr als zwei Jahren im Amt des Umweltschützers, hat eine Menge mit Baumfrevel zu tun. „Aktuell bearbeiten wir einen Fall, bei dem fünf geschützte Bäume illegal gefällt wurden. Die Strafe dürfte einige 1000 Euro hoch sein“, warnt Wohlleben.

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