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Schlag für die Region : Baumschulverband verlässt Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Geschäftsstelle des BdB-Bundesverbands verlässt Pinneberg. Die Mitglieder stimmten für eine Verlegung nach Berlin. Die Landesvertretung zieht nach Ellerhoop.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) zieht um. Spätestens bis 2015 will der Verband den Kreis Pinneberg und damit eins der weltweit größten zusammenhängenden Baumschulgebiete verlassen. Die Geschäftsstelle soll von der Pinneberger Bismarckstraße nach Berlin verlegt werden.

Der Beschluss wurde während einer Versammlung am 9. Januar gefasst, wie Hauptgeschäftsführer Markus Guhl gestern auf Anfrage bestätigte. „Zu den Fachthemen kommen immer mehr politische Themen. Es geht nicht nur darum, Informationen zu bekommen und Entscheidungsprozesse zu beeinflussen, sondern auch darum, selbst Themen zu setzen“, sagte Guhl. Insgesamt seien acht Mitarbeiter betroffen. Alle hätten das Angebot bekommen, mit nach Berlin zu gehen. „Die Mitarbeiter werden für sich prüfen, ob das in ihre Lebensplanung passt“, sagte Guhl. Der Umzug solle bis Ende 2014 erledigt sein, „Das hängt aber davon ab, wann wir eine Immobilie bekommen.“

Die derzeitige Geschäftsstelle werde verkauft. Zu den Umzugskosten wollte sich Guhl nicht äußern. Die Mitgliedsbeiträge würden deswegen aber nicht steigen.

Für Pinneberg dürfte der Umzug, zumindest symbolisch, ein herber Verlust sein. Für den Verband dagegen ist es ein logischer Schritt. „Wir tun, was viele andere Verbände längst getan haben. Der BdB rückt näher an die Berliner Politik“, sagte Frank Schoppa, Geschäftsführer des Landesverbands Schleswig-Holstein. Die Konkurrenz von Interessengruppen um die Aufmerksamkeit der politischen Entscheider sei schließlich groß.

Nachteile für den heimischen Standort soll es nicht geben. „Die wichtigen Veranstaltungen finden ohnehin im ganzen Bundesgebiet statt. Und als Landesverband bleiben wir dem Kreis Pinneberg treu“, sagte Schoppa. Die Geschäftsstelle werde ins Gartenbauzentrum Ellerhoop ziehen. Damit hätten die Betriebe weiterhin Ansprechpartner in ihrer Region. Etwa 90 Prozent der Verbandsmitglieder hätten für den Umzug gestimmt. Und auch die übrigen zehn Prozent hätten nicht dessen Sinn angezweifelt, sondern eher steigende Beiträge wegen der Umzugskosten befürchtet.

 

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