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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:00 Uhr

Ellerhoop : Baumparadies zeigt sich farbenfroh

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach zweijähriger Pause lädt das Arboretum wieder zum Herbstfest ein - und präsentiert einen riesigen Neuzugang.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Die Blätter erstrahlen in Gelb, Rot, Orange und Gold – „Herbstfeuer“ wird dieses Leuchten der Bäume genannt. Besonders beeindruckend ist der „Indian Summer“ im Arboretum in Ellerhoop. Denn der Vorsitzende des Förderkreises, Professor Hans-Dieter Warda, hat bei der Pflanzung auf die Farbvielfalt im Herbst geachtet. Am 26. und 27. Oktober findet nach zweijähriger Pause wieder das Herbstfest im Arboretum statt. „Dann kann man den Indian Summer in voller Pracht bewundern“, so Warda.

An zwei Tagen gibt es Führungen durch die Baumerlebniswelt, den Schwerpunkt bildet dabei das neue Highlight des Arboretums: Jüngst wurde eine Nachbildung des größten Baums der Welt eingeweiht. „Sie ist naturidentisch und detailliert von Hand gearbeitet“, sagt Warda stolz. Das elf Meter hohe Modell ist dem etwa 2300 Jahre alten „General Sherman Tree“ nachempfunden. Er ist der volumenreichste Baum der Welt. Wie ein Hochhaus ragt das Original des 84 Meter großen Naturgiganten im kalifornischen Sequoia-Nationalpark in die Höhe. Mehrere Menschen sind nötig, um gemeinsam den 31 Meter umfangreichen Stamm umarmen zu können.

Im Arboretum wurde in das Eins-zu-Eins-Modell ein echter, zirka 11,5 Meter großer Mammutbaum gepflanzt. „Erst in 2000 Jahren würde er das Modell sprengen“, erläutert Arboretum-Mitarbeiter Richard Bischof. Mit Hilfe eines Telekrans wurde der sieben Tonnen schwere, lebende Bergmammutbaum in das Modell gehievt. Den Eingang bildet eine große Brandwunde des Baums. „Die Nachbildung des Mammutbaums ist weltweit einzigartig“, so Warda. Die wissenschaftliche Nachbildung besteht aus Spritzbeton auf einem Stahlskelett. Möglichst authentisch soll sie aussehen, weswegen bereits Moos gepflanzt wurde. Mit der Witterung werde der Baum dann immer naturgetreuer aussehen, erklärt Bischof.

Seit Mai haben Experten an dem Kunstwerk gearbeitet. „Ich bin überglücklich dieses Modell hier zu haben“, sagt Warda. Von früh bis spät sei er täglich auf der Baustelle gewesen und nun froh und stolz, dass die Bauarbeiten erfolgreich abgeschlossen wurden. Das Projekt sei „sehr wichtig für die Umweltbildung“, so der Förderkreis-Chef.

Rund um das begehbare und nach oben offene Kunstwerk strahlen die Bäume in der Farbenpracht des Indian Summer. Am Lotossee steht eine Vielfalt an Bäumen aus dem nordöstlichen Nordamerika. Darunter sind Tupelo-, Sauer-, Fieber- und Amberbäume. Sie leuchten in kräftigem Orange bis hin zu Burgunderrot. „Die Baumerlebniswelt soll Ehrfurcht und Bewunderung auslösen. Das ist in der heutigen Welt leider abhanden gekommen“, sagt Warda. Den Besuchern sollen Natur und Umwelt näher gebracht werden. Denn: „Wie schon Goethe sagte: Alles Verständnis fängt mit Bewunderung an“, so Warda.

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