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Kiel/Kreis Pinneberg : Bauern fordern Rückendeckung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SPD diskutiert mit Verbänden über die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 11:15 Uhr

Kiel/Pinneberg | Die Landtagsfraktion der SPD will Stellung zur Landwirtschaft beziehen und diskutiert darum mit den Kreisbauernverbänden über Nutztiere, Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Subventionen. Montag besuchten Kirsten Eickhoff-Weber, agrarpolitische Sprecherin der SPD und die Kreis Pinneberger SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck und Beate Raudies gemeinsam  mit Mitgliedern des Kreisbauernverbands Pinneberg zwei landwirtschaftliche Betriebe.

„Wir wollen Leitplanken schaffen, in deren Rahmen sich die Landwirtschaft weiterentwickeln kann“, sagte Eickhoff-Weber. „Bauen Sie diese Leitplanken nicht im 90 Grad Winkel“, bat Landwirt Christof Kirst. In ihrem Positionspapier schreibe die SPD, „dass überlange Tiertransporte durch regionale Schlachtkapazitäten vermieden und geregelt werden müssen.“ Laut Kirst sei dies beispielweise bei Schweinen nicht möglich, weil die Schlachthöfe weiter weg wären. „Wenn wir solche Regelungen übers Knie brechen, geht die Produktion woanders hin“, warnte er die Politiker.

Auch Georg Kleinwort, Vorsitzender des Kreisbauernverbands, forderte Rückendeckung von der Politik: „Wir stehen eigentlich gar nicht so schlecht da, aber wir brauchen jemanden, der sagt: ‚Wir stehen hinter euch‘.“

Subventionen sollen abgebaut werden

Die Sozialdemokraten fordern  in ihrem Papier außerdem, dass Direktsubventionen für landwirtschaftliche Betriebe ab 2020 schrittweise abgebaut und das Geld stattdessen für Infrastruktur im ländlichen Raum eingesetzt werden soll. Laut Kirst kein Problem. „Mir geht es allerdings darum, dass man danach guckt, warum es diese gibt“, so der Brande-Hörnerkirchner. Die Subvention sei eingeführt worden, damit die Verbraucher weiterhin günstige Lebensmittel erhielten. Seien diese bereit höhere Preise zu zahlen, wäre die Subvention nicht notwendig.

Bis Ende des Jahres wollen die Sozialdemokraten sich zur schleswig-holsteinischen Landwirtschaft positionieren. „Das Papier ist eine Diskussionsgrundlage, wir wollen niemanden damit provozieren“, sagte Eickhoff-Weber. Ziel sei es, eine Position für die Zukunft, abseits des  Konfikt zwischen ökologischer und konventioneller Landwirtschaft, zu finden.

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