Bauboom in Pinneberg geht weiter

Die Westumgehung – hier an der Prisdorfer Straße – soll Ende 2018 fertig sein.
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Die Westumgehung – hier an der Prisdorfer Straße – soll Ende 2018 fertig sein.

Von der Westumgehung bis zur Innenstadtsanierung: Das packt die Stadt alles an

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03. Januar 2018, 16:41 Uhr

Die Politik hat 2017 und in den vergangenen Jahren ihre Hausaufgaben gemacht. Die Voraussetzungen, neue Gewerbe- und Wohngebiete auf den Weg zu bringen, sind erfüllt. Der Bauboom in Pinneberg geht 2018 weiter. Welche Früchte der Arbeit im neuen Jahr geerntet werden, wo gebaut wird, darüber gibt Bauamtschef Klaus Stieghorst (Foto) einen Überblick.

Westumgehung: Das größte Bauprojekt Pinnebergs, die Westumgehung, die die Elmshorner Straße entlasten soll, hält die Verantwortlichen weiterhin in Atem. An insgesamt etwa 20  Baustellen auf der Strecke wurde im Dezember gleichzeitig gearbeitet. 2018 gehen die Arbeiten auf der gesamten Strecke sowie in den Kreuzungsbereichen mit der Elmshorner Straße und der Prisdorfer Straße weiter. Voraussichtlich Ende 2018 sollen die ersten Autos über die Trasse rollen. Investitionssumme: 32,3 Millionen Euro.

Bahnhof: Pinnebergs zweites großes Projekt ist die Umgestaltung des Bahnhofs. Auf der Nordseite soll der Busbahnhof sowie der Bahnhofsvorplatz und ein Teilbereich am Fahlt fertiggestellt werden. Auf dem Bahnhofsvorplatz Süd soll der erste Bauabschnitt (neue Park-und-Ride-Anlage West sowie Vorplatz) in Angriff genommen werden. Ebenso geplant ist der Baubeginn für die Fußgängerunterführung und der Umbau der Bahnsteige. Für die gesamte Umgestaltung des Bahnhofsumfelds haben die Freiraumplaner etwa 2,57 Millionen Euro angesetzt.

Mühlenauquartier: In die Planungen für die Südseite des Bahnhofs soll auch das neue Mühlenau-Quartier auf dem ehemaligen Ilo-Gelände mit etwa 350 neuen Wohneinheiten und etwa 25 000 Quadratmetern Gewerbefläche einbezogen werden. Für 2018 ist der Baustart mit der Räumung des Baufeldes und die Altlastensanierung vorgesehen

Parkstadt Eggerstedt: Sieben   Einzelhäuser, 13 Doppelhäuser, barrierefreie Mehrfamilienhäuser und Stadtvillen – das zeichnet die Parkstadt Eggerstedt auf dem ehemaligen Kasernengelände in Pinneberg aus. Der Bau der zwei letzten Stadtvillen steht 2018 an, die Realisierung erster Gewerbebetriebe ist geplant. Die Gewerbeflächen – knapp acht Hektar – konnten inzwischen bis auf wenige Restflächen erfolgreich vermarktet werden. Weitere Vorhaben: der Straßenausbau im Zuge der Haupterschließung und die weitere Realisierung der öffentlichen Grünanlagen.
Gewerbegebiet Müßentwiete: Das Gewerbegebiet Müßentwiete in Pinneberg ist durch den fortschreitenden Bau der Westumgehung, die 2018 fertig sein soll, zunehmend in den Fokus von Firmen gerückt. Hohe Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt stehen in Aussicht.

Das Vermarktungskonzept, bei dem die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mithelfen soll, ist 2017 von der Politik beschlossen worden. 2018 starten die Erschließungsarbeiten für das Areal mit einer Netto-Gewerbelandfläche von 76  000 Quadratmetern.

Innenstadt: Autos raus, Fußgänger rein sowie die Verlegung des Sonnabend-Wochenmarkts in die Innenstadt – mit dieser effizienten Formel will die Stadt den Bereich des nördlichen Drosteiplatzes in Pinneberg beleben. In der City soll der Drosteiplatz Nord deswegen 2018 neu gestaltet werden. Betroffen ist auch die Straße Am Rathaus (Umgestaltung zum Zweirichtungsverkehr) sowie der erste Bauabschnitt der neuen Ebertpassage. Dieses Projekt werde allerdings nur angefasst, wenn das Land die Fördermittel freigebe, betonte Bauamtschef Stieghorst.

Toom Markt am Westring: Etwa 17 Jahre lang hat es gedauert, bis die Pläne für den Bau- und Gartenmarkt am Westring in Pinneberg umgesetzt werden konnten. Auf etwa 33 000 Quadratmetern entsteht ein 11 500 Quadratmeter großer Bau- und Gartenmarkt. Das Richtfest war im Juli, zum Ostergeschäft soll der Markt bereits öffnen. Investor ist May & Co aus Itzehoe, der das Projekt für die zur Rewe-Gruppe gehörende Toom Baumarkt realisiert. Die Investitionssumme beträgt 13,5 Millionen Euro.

Postgelände: Die Specht-Gruppe plant den Neubau einer Wohnanlage auf den bisherigen Parkplatzflächen des Post-Areals. Abstimmungen erfolgen in 2018.

Jugendtreff Komet:
Keine Container mehr – der Jugendtreff Komet wird neu gebaut. Am 8. Dezember war Richtfest. Im Frühling 2018 soll eine Einweihungsparty gefeiert werden. Der Komet in der Straße An der Raa wird dann mit 15 Räumen zum Musizieren, Ausruhen und Spielen ausgestattet sein.










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