Feuerwache Bönningstedt : Bauausschuss empfiehlt Stellplatz und Gerät für 300.000 Euro

Kein Dach über dem Kopf: Seit Jahren steht die Anhängerleiter im Freien.
Kein Dach über dem Kopf: Seit Jahren steht die Anhängerleiter im Freien.

Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen der Gemeindevertretung einstimmig für das laufende und das kommende Haushaltsjahr insgesamt 300000 Euro im Haushalt einzuplanen.

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11. Juli 2015, 15:00 Uhr

Bönningstedt | Dieser Abend könnte der Anfang vom Ende einer nahezu unendlichen Geschichte sein: Die Mitglieder des Bönningstedter Bauausschusses empfahlen der Gemeindevertretung am Donnerstagabend einstimmig, für einen Anbau an die Feuerwache und die Anschaffung eines Hubrettungsgeräts für das laufende und das kommende Haushaltsjahr insgesamt 300  000 Euro im Haushalt einzuplanen.

Seit stolzen elf Jahren ist der Anbau immer wieder Thema. Auslöser war die Feuerwehrunfallkasse, die bemängelte, dass die Anhängerleiter der Wehr keinen ordnungsgemäßen Stellplatz im Gerätehaus hatte. Seitdem steht die Leiter mit einem Bauzaun rundherum neben der Feuerwache an der Kieler Straße im Freien.

„Es gab in dieser Zeit viele gut gemeinte Vorschläge, wie das Problem zu lösen sei“, blickte Bürgermeister Peter Liske (BWG) während der Sitzung auf die schier endlosen Debatten zurück. Der Arbeitskreis Feuerwehr habe sich unter anderem mit den örtlichen Gegebenheiten beschäftigt.

Zwölf Gebäude der Gemeinde betroffen

„Es gibt in Bönningstedt zwölf Gebäude, die keinen Notausstieg haben“, berichtete Liske. Für diese sei Bönningstedt verpflichtet, eigenes Rettungsgerät vorzuhalten. Derzeit bestehe dieses aus der Anhängerleiter. „Es ist daher zwingend notwendig, einen Anbau an die Feuerwache zu errichten, um die Leiter DIN-gerecht unterzubrigen und damit auch ihre Lebensdauer zu erhöhen“, sagte Liske weiter. Er schlug vor, dafür 200.000 Euro im Haushalt einzuplanen.

„Die Feuerwehrleute wollen auf diese Leiter nicht mehr rauf – wir dürfen jetzt nicht blauäugig sein: Wir brauchen einen Anbau und neues Gerät“, sagte Rolf Lammert (CDU) – woraufhin Willi Werner (BfB) vorschlug, 300.000 Euro bereitzustellen. Dem entsprechenden Antrag folgten die Ausschussmitglieder einstimmig.

Wehrführer Stefan Birke zeigte sich erfreut über den Beschluss. „Ich bin froh, dass der Bauausschuss diese Empfehlung an den Gemeinderat ausgesprochen hat“, sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung. Jetzt bleibe abzuwarten, wie der Gemeinderat in der kommenden Woche entscheidet. „Ich hoffe, dass der gordische Knoten durchschlagen ist“, sagte Birke.

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