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Pinneberg : Bauarbeiten können beginnen: Grünes Licht für „Parkstadt“ Eggerstedt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Politik stimmt dem B-Plan zu. Das Land hat die westliche Anbindung des Geländes noch nicht genehmigt.

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erstellt am 11.Sep.2014 | 10:09 Uhr

Pinneberg | Die „Parkstadt“ mit zirka 250 Wohneinheiten auf sieben Hektar Bauland ist ein Herzstück der Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes im Pinneberger Süden. Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss stimmten am Dienstagabend der abschließenden Version des Bebauungsplans zu. Damit ist der Weg für das Bauvorhaben der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) frei. Beinahe jedenfalls. Denn noch fehlt die Genehmigung des Landesverkehrsministeriums für die westliche Anbindung des neuen Wohngebiets an den Wedeler Weg.

Wird die Genehmigung für den Straßenbau verweigert, müsste die Stadt den Bebauungsplan neu gestalten. Am Dienstag sprach Bürgermeisterin Urte Steinberg daher mit Verkehrsminister Reinhard Meyer. „Die rechtliche Prüfung steht noch aus, das könnte noch drei Wochen dauern“, berichtete die Rathauschefin in der Sitzung. Steinberg ist aber optimistisch grünes Licht aus Kiel zu erhalten. „Bei einem Nein aus dem Ministerium wird die Verwaltung einen alternativen Vorschlag zur Anbindung des Wohngebiets erarbeiten“, sagte die Bürgermeisterin im Gespräch mit dieser Zeitung. CDU und SPD folgten letztlich ihrem Vorschlag, den B-Plan trotz der ausstehenden Genehmigung abzusegnen. Der Vorteil dieses Vorgehens: Die LEG überweist direkt den Kaufpreis von 1,4 Millionen Euro. Außerdem könnten die Abrissarbeiten und die Erschließung des Geländes sofort beginnen, wenn die Ratsversammlung heute Abend zustimmt.

Ratsherr Uwe Lange (Bürgernahe) kritisierte die Verzögerung: „Es ist mir ein Rätsel, warum die Genehmigung bis heute nicht vorliegt.“ Steinberg betonte, sie habe mehrfach in der Landeshauptstadt nachgehakt und schließlich den direkten Dialog mit Minister Meyer gesucht. Lange machte klar, dass er eine Zustimmung zum B-Plan ohne vorliegende Genehmigung kritisch sieht „Das ist keine seriöse Planung und Politik“, echauffierte sich der Ratsherr. „Wenn die westliche Anbindung abgelehnt wird, sitzen wir dann in drei Wochen da.“

Die LEG plant auf dem neuen Wohngebiet 58 Einzelhäuser, 64 Doppelhaushälften und 21 sogenannte Stadtvillen. Zusätzlich zum Kaufpreis übernimmt das Unternehmen die Erschließung des Geländes für die Stadt Pinneberg, die zirka acht Millionen Euro kosten dürfte. Der derzeit vorliegende Bebauungsplan entstand, nachdem eine vorläufige Version öffentlich ausgelegt worden war und Bürger Stellungnahmen einreichen konnten. Laut Verwaltung führten diese Stellungnahmen aber nicht zu weitreichenderen Änderungen am Plan.

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