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Liebeserklärung an Pinneberg : Band aus Hamburger schreibt Song über Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hamburger Band „Kleine Freiheit“ schreibt Song über Pinneberg. Inspiration kam nach Auftritt in der Musik-Bar Remise.

von
erstellt am 06.Feb.2016 | 14:00 Uhr

Pinneberg | „Du hast ganz viele eigene schöne Ecken. Brauchst dich vor keiner anderen zu verstecken.“ So heißt es in einem Lied, das die Band „Kleine Freiheit“ kürzlich geschrieben hat. „In Pinneberg geht was“, so der Titel, ist nicht nur eine Liebeserklärung an eine Stadt, deren Reize sich für viele erst auf den zweiten Blick offenbaren. Das Stück ist auch ein Appell an die Bürger der Kreisstadt, nach außen mehr Selbstbewusstsein zu zeigen.

Dass der Song gewissermaßen „von außen“ kommt, mag da kein Zufall sein. Denn Roland Prakken, aus dessen Feder das Lied stammt, sein Songwriter-Kollege „Kannemann“, der seinen wirklichen Namen geheim hält, und Jan Kobrzinowski sind Hamburger. Entstanden sei der Song nach einem Auftritt des Trios im Pinneberger Musik-Bistro Remise an der Dingstätte am 23. Januar. „Dort hatten uns zwei Pinneberger angesprochen und zu ihrem Sommerfest eingeladen. Und ich habe voller Leichtsinn ein Lied über Pinneberg versprochen“, erzählt Prakken.

Bei dem Versprechen blieb es nicht. „Die Idee war irgendwie in meinem Kopf stecken geblieben. Innerhalb eines Tages habe ich das Stück dann geschrieben.“ Laut dem 56-Jährigen könne Pinneberg viel mehr aus sich machen und habe zudem gegenüber der Hansestadt durchaus Vorzüge. „Hier ist der ideale Ort, um sich auch mal zurückzuziehen. In Hamburg ist es dazu viel zu laut.“

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Songtext

Oben im Norden vor der Hansestadt, wo die Gegend kaum noch Hügel hat, liegt ein Ort, zu dem die Reise lohnt: Wo der Pinneberger wohnt. In Pinneberg, da bist du gebor’n. Was sollst du also drüben in Elmshorn? Jeden zweiten Morgen Haferflocken können auch nicht grad das Leben rocken.

Refrain: In Pinneberg geht was (dreimal). Mehr als du denkst.

Die Stadt der Lichter, Stadt der Magie wirst du wohl nicht mehr, das warst du nie. Doch du bist richtig so wie du bist. Soll keiner sagen, dass das nicht so ist. Du hast ganz viele eigene schöne Ecken. Brauchst dich vor keiner anderen zu verstecken. Nix zu meckern.Wenn einer meint das kann er, hast du ja immer noch die Lange Anna.

Eines wird mir immer wieder klar, wenn ich auf der A23 fahr: In Hamburg ist ja vielleicht viel mehr los. Doch mir ist das auf Dauer viel zu groß. Ich habe es manchmal gern ’ne Nummer kleiner. Hier grüßt man sich, dort kennt dich keiner. Auf der Landkarte bist du ein Zwerg mit großem Herzen – Pinneberg.
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Bei dem filigranen, fast zerbrechlich klingenden Song handelt es sich laut Prakken lediglich um eine Demo-Version, die finale Fassung soll erst noch im Studio aufgenommen werden. Musikalisch soll sie sich in den Stil der Band einfügen, den Prakken als „Nordisch Folking“ bezeichnet. Dabei handele es sich um eine Mischung aus Folk, Blues und klassischem Songwriting. Als einflüsse nennt Prakken den US-amerikanischen Gitarristen Arthel Lane („Doc“) Watson, aber auch deutsche Liedermacher wie Rio Reiser oder Hannes Wader. Wie diesen gehe es auch ihm darum, „Geschichten zu erzählen“. Aus diesem Grund singe er mit seiner Band auch ausschließlich in deutscher Sprache.

Der Song über Pinneberg ist bislang nicht im Internet zu finden. Die Band will ihn aber in den nächsten Tagen auf der Online-Plattform Youtube veröffentlichen. Ob das Stück einmal auf einer Platte der Band zu finden sein wird, ist bislang offen. Bei Live-Konzerten in der Kreisstadt soll er aber auf jeden Fall zum festen Repertoire gehören.

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