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Borstel-Hohenraden : Bald Tempo 30 vor der Schule?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) will helfen, den Lärm an der Quickborner Straße zu reduzieren.

Kreis und Land wollen möglichst zügig gemeinsam nach Wegen suchen, die Lärmbelästigung an der Quickborner Straße (Landesstraße 76) in Borstel-Hohenraden zu reduzieren und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das war gestern das Ergebnis eines Besuchs von Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). Meyer informierte sich in der Borstel-Hohenradener Feuerwache gemeinsam mit der Grünen-Landtagsfraktionsvorsitzenden Eka von Kalben, dem SPD-Landtagsabgeordneten Kai Vogel sowie Vertretern des Kreises vor Ort über die Probleme und weckte zugleich Hoffnung auf schnelle Verbesserungen. Sehr zur Freude von Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU), etlichen Gemeindevertretern und Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „Lärm Quickborner Straße“, die die prominenten Besucher empfingen.

Angedacht ist, die Begrenzungen zwischen Borstel und Hohenraden an der L76 aufzuheben und so die Ortsteile miteinander zu verbinden. Dadurch würde eine durchgehende Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Kilometern pro Stunde gelten. Bisher sind teilweise auch 70 Stundenkilometer zulässig. Darüber hinaus könnte im Bereich Grundschule/Kindergarten eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden. Das Land werde sich mit dem Kreis austauschen, um das weitere Vorgehen abzustimmen, versprach der Minister. Da auch der Kreis Gesprächsbereitschaft signalisierte, hoffen die Borstel-Hohenradener nun auf eine rasche Umsetzung.

„Wir sind mit diesem Ergebnis sehr zufrieden“, sagte BI-Sprecher Harald Villmann. Er glaube, dass die Verantwortlichen auf Kreis- und Landesebene nun für die Probleme sensibilisiert seien. Es müsse schnell gehandelt werden, weil der Verkehr auf der Quickborner Straße bald noch weiter zunehmen werde. Durch die Bauarbeiten auf der A7 werde die Landesstraße bald noch stärker genutzt. Schließlich biete die L76 eine Möglichkeit, Staus auf der Autobahn auszuweichen, betonte Villmann.

Auch Borstel-Hohenradens Bürgermeister Jürgen Rahn (CDU) hofft auf schnelle Fortschritte in der schon seit einigen Jahren andauernden Diskussion. „Es geht schließlich um die Menschen und deren Gesundheit“, betonte Rahn. Jedem müsse klar sein, „dass Lärm krank macht“.

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