Nervenprobe für Autofahrer : Bahnübergang zwischen Tornesch und Prisdorf für fünf Wochen gesperrt

Dieses Szenerie wird es ab morgen erstmal nicht mehr geben. Autofahrer können den Bahnübergang der L107 nicht passieren.
Dieses Szenerie wird es ab morgen erstmal nicht mehr geben. Autofahrer können den Bahnübergang der L107 nicht passieren.

Das Amt Pinnau warnt vor möglichen Ausweichstrecken. Weitere Sperrungen sind angekündigt.

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28. März 2018, 13:30 Uhr

Die Deutsche Bahn baut in den kommenden Wochen an der Schienenverbindung zwischen Pinneberg und Elmshorn und sorgt damit nicht nur bei Zugreisenden für Schweißausbrüche. Auch Autofahrer werden die Auswirkungen zu spüren bekommen und werden auf eine harte Nervenprobe gestellt. Denn ab Donnerstag ist eine der wichtigsten Straßenverbindungen in der Region nicht mehr passierbar. Für fünf Wochen wird der Bahnübergang im Zuge der L 107 zwischen Tornesch und Prisdorf gesperrt.

Für die Verkehrsteilnehmer bedeutet es, dass sie längere Fahrtwege in Kauf nehmen müssen. Laut Kreisverwaltung gibt es zwei offizielle Umleitungsstrecken. Autofahrer sollen demnach entweder die als „U3“ ausgeschilderte Strecke über die Ahrenloher Straße in Richtung Tornesch Oha nutzen oder der „U4“ folgen. Diese Strecke führt über Uetersen nach Appen und von dort weiter bis Pinneberg. Aus dem Kreishaus heißt es zudem: „Es wird empfohlen, diesen Bereich weiträumig zu umfahren, da es zu erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den Umleitungsstrecken kommen wird. Nebenstrecken sollten vermieden werden, da auch dort zahlreiche Bahnübergänge voll gesperrt sind.“

Weitere Sperrungen sind angekündigt

Betroffen sind in Tornesch außer dem Übergang in Richtung Prisdorf diejenigen in der Denkmalstraße (vom 30. März bis 5. April und vom 13. April bis 2. Mai), im Kreyhorn (29. März bis 2.Mai) sowie im Gärtnerweg (29. März, 22 Uhr, bis 30. März, 5 Uhr, sowie vom 5. bis 12. April).

In Zeiten von Karten-Apps dürften einige Autofahrer allerdings dennoch nach einer Ausweichstrecke durch die Feldmark suchen. Diese Befürchtung haben zumindest die Verantwortlichen im Amt Pinnau, zu dem unter anderem Prisdorf gehört. Sie warnen: „Etwaige Ausweichstrecken durch die Feldmark zwischen Tornesch und Prisdorf sind nach Angaben der Gemeinde Prisdorf völlig ungeeignet, da sie zu schmal, zu uneben und teilweise unpassierbar sind.“ Den Verkehrsteilnehmern wird daher empfohlen, ausschließlich die offiziellen, ausgewiesenen Umleitungen zu nutzen − auch im eigenen Interesse, um mögliche Beschädigungen an den Fahrzeugen zu vermeiden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zur Ursache: Zwischen Pinneberg und Elmshorn und weiter bis Neumünster werden Gleise und Weichen erneuert. Schienen und Schwellen auf der Strecke sind laut Deutscher Bahn etwa 30 Jahre alt und damit am Ende ihrer Nutzbarkeit. Sie müssen mit großen Gleisbaumaschinen in mehreren Bauabschnitten komplett ersetzt werden.

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