Bahnhof: Kampf dem Fahrrad-Chaos

<strong>Sie sorgen für neue Parkmöglichkeiten für Fahrräder:</strong> Bürgermeister Klaus Seyfert (links) und Straßenbauer Roland Schultz. <foto>juw</foto>
Sie sorgen für neue Parkmöglichkeiten für Fahrräder: Bürgermeister Klaus Seyfert (links) und Straßenbauer Roland Schultz. juw

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20. Oktober 2012, 01:14 Uhr

Pinneberg | "Sie hätten das mal vor einer Woche sehen sollen", sagt Bürgermeister Klaus Seyfert und zeigt auf den Platz auf der Südseite des Pinneberger Bahnhofs: "Ein unhaltbarer Zustand. Überall lagen Fahrräder rum, teilweise übereinander und auf dem Boden:" Jetzt ist Ordnung eingekehrt. Knapp 100 neue Fahrradständer haben Seyfert und Straßenbauer Roland Schultz auf der Fläche vor dem Bahnhofseingang aufgestellt. Die Parksituation für Drahtesel war den beiden schon länger ein Dorn im Auge. Daher entschlossen sie sich zum unbürokratischen Handeln. "Wir haben geschaut, wieviele Ständer wir noch auf Lager haben und sie dann einfach aufstellen lassen", erzählt Schultz.

Eine Woche von der Idee bis zur Durchführung. Schultz ergänzt: "Das ist aber nur der erste Schritt. Wir haben noch 25 weitere Fahrradständer bestellt." Seyfert möchte die Bürger darin unterstützen, mit dem Fahrrad zum Bahnhof zu fahren. Sagt aber auch: "Umso bedauerlicher ist es, dass die Bahn selbst nicht in der Lage ist, für ihre Kunden vernünftige Abstellplätze zu schaffen." So müsse eben die Kommune einspringen. Seyfert und Schultz sind stolz, dass sie trotz der knappen Pinneberger Kassen Abhilfe schaffen konnten.

"Die neuen Ständer bieten auch den Vorteil, dass Räder am Rahmen angeschlossen werden können", sagt Schultz - Langfinder haben es nun schwerer. Die alten Halterungen hatten außerdem so manches verbogene Vorderrad auf dem Gewissen.

Natürlich sei die Situation noch nicht perfekt, "aber ein Anfang ist gemacht", sagt der Bürgermeister und verspricht: "Wir bleiben an dem Thema dran." Für die Zukunft wünschen sich Schultz und Seyfert wieder eine Fahrradstation vor dem Bahnhof, in der auch teure Räder sicher verstaut werden können. Langfristig könne man außerdem die Fläche vor dem Bahnhof vergrößern.

Die neuen Ständer am Bahnhof werden jedenfalls gut angenommen - als unsere Zeitung vorbeischaut, sind schon fast keine Plätze mehr frei.

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