Pinneberg : Bad ist gut besucht

Auch der korrekte Sprung ins kalte Wasser gehört zum Lehrplan der Appener Unteroffiziersschule. Im Pinneberger Schwimmbad an der Burmeisterallee trainieren Oberleutnant Steffen Hertzel (von links) und Hauptgefreiter Thomas Bär unter dem kritischen Blick der Diplom-Sportwissenschaftlerin Katrin Weiser.
Auch der korrekte Sprung ins kalte Wasser gehört zum Lehrplan der Appener Unteroffiziersschule. Im Pinneberger Schwimmbad an der Burmeisterallee trainieren Oberleutnant Steffen Hertzel (von links) und Hauptgefreiter Thomas Bär unter dem kritischen Blick der Diplom-Sportwissenschaftlerin Katrin Weiser.

Das Pinneberger Hallenbad ist auch im Sommer gut besucht. Laut Betriebsleiter Arno Nicolaisen pilgern derzeit 1000 Menschen täglich dorthin. Ein neuer Pächter für die Gastronomie in der Einrichtung wird derzeit gesucht.

shz.de von
04. August 2014, 12:30 Uhr

pinneberg | Bis zu 1000 Besucher pro Tag registriert das Pinneberger Schwimmbad in der Burmeisterallee in diesem Sommer. „Das Wetter spielt uns sehr schön in die Karten“, reibt sich denn auch Betriebsleiter Arno Nicolaisen die Hände. Da falle es kaum ins Gewicht, dass Schulen und Vereine in der Ferienzeit fehlten. Für Sonnenanbeter gibt es am Hallenbad ein kleines Außenbecken mit Liegewiese.

Auch der eigene Kursbetrieb macht Sommerpause. Ein bisschen Wassergymnastik gibt es trotzdem, und zwar dienstags bis sonntags um 10.15 Uhr. Für Frühaufsteher dienstags und freitags zusätzlich um 8.15 Uhr. „Das ist ein Serviceangebot und kostet keinen Cent extra“, hebt der Betriebsleiter hervor. An jedem ersten Sonntag des Monats sind die Übungen im Wasser sogar mit einem Sekt-Frühschoppen gekoppelt, auch das ohne zusätzliche Kosten. Das Training solle eben auch ein bisschen Ferienvergnügen sein, heißt es dazu.

Andere trainieren aber auch mitten im Sommer ernsthaft und mit militärischem Drill. Steffen Hertzel und Thomas Bär aus der Marseille-Kaserne mussten sich dieser Tage in voller Uniform immer wieder kopfüber ins Wasser stürzen, bis ihre Ausbilderin Katrin Weiser mit ihrer Sprungtechnik zufrieden war. Normalerweise üben sie in Uetersen, berichten sie. Die dortige Jürgen-Frenzel-Schwimmhalle sei wegen Sanierungsarbeiten aber zurzeit geschlossen.

Wohl fühlen sich alle Besucher im Hallenbad. Zum Beispiel Shakira, Vivien, Chantal, Fee, Pauline, Lea und Nadja. Die Teenager kennen sich vom Jugendtreff Komet und verbringen ihre Freizeit sehr gern in der Burmeisterallee. „Hier treffen wir immer Freunde“, fügen ein paar Jungen hinzu. Denn viele Jugendliche nutzen die Vorteile des Ferienpasses, so dass ihnen fürs Schwimmengehen keine extra Kosten entstehen.

Warum sie auch an warmen Sonnentagen lieber ins Hallenbad gehen? Gaby Hindrichs, mit vier Kindern im Alter von zwei bis sieben im Schlepptau, hat dafür einen guten Grund parat. Mit dem Wechseln zwischen Halle und Außenanlage könne sie dafür sorgen, dass ihre Schutzbefohlenen nicht zu lange der prallen Sonne ausgesetzt seien, führt sie ins Feld. Ein Handicap des Bades ist der gegenwärtige Mangel an Gastronomie. „Das Bistro wird von vielen Besuchern vermisst“, registriert Nicolaisen denn auch.

Erst im März des vergangenen Jahres war das Bistro von vielen guten Wünschen begleitet eröffnet worden. Doch der Pächter hielt nicht lange durch. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem Nachfolger“, versichert der Bäderchef.

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