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Pinneberger Tageblatt

23. September 2017 | 20:27 Uhr

Baumaßnahmen : B431: Am 18. September geht es los

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 100 Anwohner waren ins Holmer Dörpshus gekommen, um sich über die Sanierung der B 431 und die damit verbundenen Beeinträchtigungen zu informieren.

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Holm | „Wenn es klappt und meistens klappt es, dann haben sie die nächsten 25 Jahre Ruhe“, sagte Werner Braun, Sachgebietsleiter Baudurchführung - Erhaltung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein. Mehr als 100 Anwohner waren ins Holmer Dörpshus gekommen, um sich über die Sanierung der B 431 und die damit verbundenen Beeinträchtigungen zu informieren. Vom 18. September bis zum 13. Oktober ist die B431 zwischen Holm und Wedel abschnittsweise gesperrt und kann nicht befahren werden. Eine Umleitung wird über die Pinneberger Straße und Appen Etz ausgeschildert.

Die Bauarbeiten sollen am 18. September starten. Dann wird im ersten von vier Bauabschnitten der Bereich zwischen dem Kreisverkehr und der Zufahrt zur Straße Im Sande auf Höhe des Holmer Heimatmuseum gesperrt. „Den Bereich müssen wir grundhaltend sanieren. Das ist der aufwändigste Bauabschnitt“, sagte Hinrich Schaumann vom ausführenden Bauunternehmen Kemner Bau. Während im weiteren Streckenverlauf nur der Asphalt und die beiden obersten Bodenschichten abgetragen werden, müsse auf den ersten 300 Metern vom Kreisverkehr Holm Richtung Wedel 65 Zentimeter tief gebuddelt werden. Bis zum 13. Oktober sollen die Arbeiten dort dauern. Dann wird die Baustelle vom 16. bis 24. Oktober Richtung Süden verlegt – gesperrt wird zwischen der Straße Im Sande bis zur Ortsgrenze. Zwischen der Ortsgrenze Holm und der Zufahrt zur Regio Klinik in Wedel ist vom 25. Oktober bis zum 3. November dicht. Anschließend wird vom 6. Oktober bis zum 18. November die Fahrbahn zwischen der Regio Klinik und der Aschhoopstwiete in Wedel erneuert.

„Wir versuchen die Erreichbarkeit der Grundstücke für die Anwohner so lange wie möglich zu erhalten“, sagte Braun. Schaumann wurde deutlicher: „Es ist klar, dass es teilweise mit Einschränkungen verbunden ist. Wir machen das nicht das erste Mal und sie sind nicht die erste Ortschaft, wo Straßen saniert werden.“ Zu Beginn einer Baumaßnahme sorge dies bei den Anwohnern immer für Aufregung. Diese war am Mittwochabend groß. Wie wird die Müllabfuhr geregelt? Wo sollen wir parken? Werden wir vorher informiert? Was passiert, wenn es brennt oder ein Krankenwagen gebraucht wird. Holms Wehrführer Lukas Krack ergriff bei der letzen Frage das Wort: „Wer sich immer gefragt hat, warum Feuerwehrautos so hochbandig sein müssen, weiß es jetzt. Im Einsatzfall können unsere Fahrzeuge in die Baustelle fahren – wenn auch vielleicht nicht bis ins letzte Kiesbett.“ Bei Bränden würden automatisch zusätzliche Kräfte alarmiert und bei Krankenwageneinsätzen zudem Tragehilfen eingeplant. „Machen sie sich da keine Sorgen“, sagte Krack. Braun betonte: „Leib und Leben gehen immer vor.“

„Ich warte täglich, eigentlich mittlerweile stündlich auf den Ersatzfahrplan“, sagte Jessica Bruns, stellvertretende Betriebsleiterin der Kreisverkehrsgesellschaft Pinneberg. Während der ersten Bauphase werde es eine „kleine Umleitung“ geben – vom Kreisverkehr über die Hetlinger Straße, den Hauenweg und Steinberge zurück auf die B431. Ab der zweiten Bauphase werde die offizielle Umleitung genutzt. Im Fährenkamp werde ein Umsteigepunkt eingerichtet, von dem das Holmer Zentrum angesteuert werde. „Wir werden von der S-Bahn Wedel einen Shuttle-Bus zum Krankenhaus einrichten, wenn dies nicht mehr von Holm angefahren werden kann“, sagte Bruhns. Bei der Sperrung vom Krankenhaus nach Wedel werde der Bus in der entgegengesetzten Richtung eingesetzt. „Wir versuchen die Anschlüsse so gut wie möglich zu berücksichtigen“, versicherte Bruhns.

„Das sind alles Pfeifen“, kritisierte ein Anwohner. Damit kippte die Veranstaltung. Es wurde über Wettereinflüsse und die Einhaltung des Zeitplans, Fehlplanungen und die generelle Sinnhaftigkeit der Maßnahme diskutiert, bis Holms Bürgermeister Walter Rißler (CDU) das Wort ergriff: „Wir können uns jetzt alle aufregen, aber es geht nur gemeinsam. Wir sollten doch froh, sein, dass die Straßen gemacht werden.“ Zwar werde es Beeinträchtigungen geben, doch am Ende würden alle froh sein, die Maßnahme durchgeführt zu haben. Auch Braun hatte noch ein Argument für die Sanierung der B431 parat: „Wenn der Bund baut, müssen Sie keine Anwohnerbeiträge zahlen.“

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