B 431: Schäden erzürnen Anwohner

Deutlich zu erkennen: Der vor Jahren ausgebesserte Straßenabschnitt auf der B431 in Holm, der nun Helmut Börnner, Walter Urban und Uwe Hüttner (von links) erbost.
Deutlich zu erkennen: Der vor Jahren ausgebesserte Straßenabschnitt auf der B431 in Holm, der nun Helmut Börnner, Walter Urban und Uwe Hüttner (von links) erbost.

Schäden nach einem Wasserrohrbruch sollen vor etlichen Jahren nur mangelhaft repariert worden sein

shz.de von
19. Januar 2018, 16:00 Uhr

Es sind nur wenige Meter auf der B 431 in Holm, aber diese Meter sind gut zu erkennen. Kurz vor der Einmündung Bredhornweg ist der Asphalt deutlich dunkler. Es handelt sich um eine Stelle, die vor vielen Jahren ausgebessert wurde. Bis heute treibt sie Anwohner in den Wahnsinn. Denn Kanten an der Naht zur intakten Straße lassen vor allem Lkw und Traktorgespanne rumpeln und lärmen.

„Der Verkehr nimmt ständig zu. Und wenn da Fahrzeuge mit Anhänger drüberfahren, scheppert es gewaltig“, sagt Anwohner Walter Urban. Die Ursachen lägen lange zurück. „Vor etwa zehn Jahren hat es an der Stelle mal einen Wasserrohrbruch gegeben. Die Straße wurde schwer beschädigt. Eine Straßenbaufirma hat dann die Reparaturarbeiten übernommen. Allerdings absolut mangelhaft“, sagt Anwohner Helmut Börnner. Also musste der Bautrupp noch einmal ausrücken. „Aber die haben das nur verschlimmbessert. Die Kanten in der Fahrbahn spürt man sogar mit einem normalen Pkw“, klagt Börnner.

Besonders schlimm sei es, wenn Anhänger mit Material beladen sind, das nicht richtig auf den Ladeflächen befestigt ist. Dann scheppere es umso mehr. Börnner hat Schallschutzfenster einbauen lassen. „Aber selbst die helfen nicht wirklich gegen den unerträglichen Krach“, sagt der Holmer.

Vom damals verantwortlichen Straßenbauunternehmen sind laut den Anwohnern keine Garantieleistungen zu erwarten. Es sei nicht mehr am Markt. Zuständig ist nach ihren Angaben der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV). „Der LBV müsste das eigentlich abstellen“, sagt Uwe Hüttner, stellvertretender Bürgermeister in Holm. Vom LBV sei allerdings die Information gekommen, dass die Kanten in der Fahrbahn noch im Toleranzbereich lägen, also kein Anlass bestehen, den Straßenabschnitt erneut zu sanieren. Das kann Urban nicht verstehen. „Der Asphalt hat einen richtigen Absatz. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Toleranz von einem Zentimeter noch im Bereich des Zulässigen ist“, so der Anwohner. Börnner wünscht sich, dass zunächst einmal die Lärmbelastung untersucht wird: „Hier müssten auf jeden Fall mal die Schallemissionen gemessen werden.“

Vom Landesbetrieb in Itzehoe war auf Anfrage bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu bekommen.

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