Autounfall gibt Polizei Rätsel auf

Verunglückter Quickborner wird schwerverletzt erst nach einstündiger Suche gefunden und in Hamburger Krankenhaus gefahren

shz.de von
18. Januar 2018, 16:19 Uhr

Am Dienstagabend ist es auf der Pinneberger Straße zwischen Hasloh und Tangstedt zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ungewöhnlich dabei: Der schwerverletzte Unfallfahrer galt zunächst als vermisst.

Nach ersten Erkenntnissen befuhr ein 29-jähriger Quickborner mit seinem Mercedes gegen 19.50 Uhr die Pinneberger Straße in Fahrtrichtung Tangstedt und kam aus bislang unbekannter Ursache auf Höhe des Hammerkampsweges nach rechts von der Fahrbahn ab. Er prallte gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte der Wagen gegen einen weiteren Baum und kam schließlich zum Stillstand.

Als Polizei und Rettungsdienst aus Quickborn am Unfallort ankamen, fanden sie zunächst ein stark beschädigtes Auto vor, sowie eindeutige Unfallspuren. Doch von Insassen, beziehungsweise einem Fahrer, fehlte weit und breit jede Spur. Allerdings schien es für die Hilfskräfte wegen der starken Unfallschäden als wahrscheinlich, dass mögliche Insassen schwer verletzt sein müssten. Daher folgte ein Großeinsatz mit 200 Kräften der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreis Pinneberg. Die um 20.05 Uhr alarmierten Feuerwehren Hasloh und Quickborn kontrollierten am Unfallort zuerst mit Wärmebildkameras den Innenraum des Unfallwagens. Hierbei stellten sie fest, dass sich beim Unfall nur der Fahrer im Auto befand. Im Umkreis von fünf Kilometern um den Unfallort wurden verschiedene Suchgebiete festgelegt und weitere Helfer alarmiert. Außer den erwähnten Feuerwehren (Hasloh, Quickborn und Norderstedt-Garstedt) rückten die Feuerwehren Tangstedt, Bönningstedt und ein Zug der kreisweit organisierten Feuerwehrbereitschaft aus. Die herbeigerufenen Bereitschaftseinheiten konnten ihren Einsatz aber schon bei der Anfahrt abbrechen. Denn Passanten informierten die Einsatzkräfte um kurz nach 21 Uhr, den verletzen Fahrer in Hasloh aufgefunden zu haben. Der herbeigerufene Rettungsdienst versorgte den schwer verletzten Unfallfahrer und brachte ihn anschließend in ein Krankenhaus nach Hamburg.

„Zur Zeit dauern die Ermittlungen zur Unfallursache und des Hergangs an. Wir wissen noch nicht, wie der Fahrer vom Unfallort nach Hasloh gekommen ist. Ob Drogen oder Alkohol im Spiel waren, wird ein toxikologisches Gutachten klären“, berichtet Lars Brockmann, Sprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg. Laut Brockmann ist der 29-Jährige polizeilich nicht vernehmungsfähig und die medizinische Versorgung hat Vorrang.

Die Polizei Quickborn hat die Ermittlungen übernommen und sucht Unfallzeugen. Hinweise an Telefon (04106) 63 00 0.

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