Autorin beeindruckt mit szenischer Lesung

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01. Februar 2019, 14:31 Uhr

Heimspiel für Nicole Wollschlaeger: Die Buchhändlerin, Autorin und Schauspielerin hat den dritten Band ihrer Elb-Krimireihe mit einer Lesung in der Pinneberger Buchhandlung Bücherwurm vorgestellt – dort, wo sie einst ihre Ausbildung absolviert hat. Das zahlreich erschienene Publikum zeigte sich vom Stoff rund um den Kommissar Goldberg eingenommen.

Die Besucher erlebten eine selbstsicher artikulierende und temporeich lesende Wollschlaeger, die den Vortrag ihres Krimis „Elbspiel“ mit Gesten, Mimik und unterschiedlichsten Tonlagen untermalte. Auch die im Roman vorkommenden Telefongespräche der Protagonistin simulierte die gebürtige Pinnebergerin anschaulich, indem sie einzelne Dialoge unter Einsatz ihres iPhones nachspielte. Derartige Szenen versetzten die Besucher direkt ins Handlungsgeschehen.

Der Roman dreht sich um die Polizisten Philipp Goldberg, Hauke Thomsen und Peter Brandt. Handlungsort ist der fiktive Ort Kophusen, gelegen in der Elbmarsch. Die Gemeinde möchte anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums eine Feier veranstalten. Eine tote Frau wird am Steuer eines Fahrzeugs gefunden. Es wird deutlich, dass die Leiche „geklaut“ wurde und es ein Motiv gibt, die Tote nach Kophusen zu schaffen.

Die 44-jährige Autorin entwickelt die Handlung und ihre Charaktere minutiös. Der cholerische Polizist Hauke stellt im „Elbspiel“ als liebeskranker Romeo keine Hilfe für Goldberg dar. Vielmehr gerät der mitunter mit liebestollem Grinsen geschilderte Polizist in die Fänge der fiesen Sophie. „Ich finde Sophie unmöglich“, sagte Leserin Yvonne Lantsch. Doch es habe Spaß gemacht, sich über diese Person aufzuregen. Viel Vergnügen habe ihr „Goldberg und sein trockener Humor“ bereitet. Plattdeutsche Dialoge und die sich verblüffend entwickelnde Handlung sorgten zudem für das gewisse Etwas.

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