Oldtimerrallye : Autolegenden im Arboretum: 19. Veteranenfahrt von Pinneberg Mobil

Zahlreiche mobile Schätze wurden gestern im Arboretum präsentiert.

Zahlreiche mobile Schätze wurden gestern im Arboretum präsentiert.

Die Oldtimerrallye startete nach Differenzen mit der Stadt Pinneberg in Ellerhoop.

shz.de von
04. Juni 2018, 16:00 Uhr

Ellerhoop | Die Blicke der Besucher schnellten in die Richtung, aus der die Sirene im Aboretum in Ellerhoop zu hören war. Hans Schröder hatte diese bei seinem Plymouth Belvedere kurz aufheulen lassen. Das 1967 gebaute Gefährt wurde in den USA als Filmauto genutzt und ist seit zwei Jahren im Besitz von Schröder. Die Blaulichter waren abgedeckt und auch die Polizeihinweise auf den Seitentüren mit Magnetschildern versehen. 

„Polizei ist ein geschützter Begriff – egal ob es auf Deutsch oder Englisch geschrieben ist. Nur auf Privatgelände darf ich die Blaulichter vorführen oder die Lackierung zeigen“, erläuterte Schröder den Interessierten, die vor dem Start der 19. Veteranenfahrt von Pinneberg Mobil einen Blick auf sein Auto warfen. Und auf Schröder selbst, der eine zeitgemäße Polizeiuniform des Los Angeles Police Departments trug. „Die Kleidung muss schon zum Auto gehören“, sagte Schröder während er die verspiegelte Brille aufsetzte. Auch auf die Details im Auto legte er großen Wert. Hinter der Windschutzscheibe lag ein Playboy aus dem Jahr 1967 und Landkarten. Auf dem Beifahrersitz hatte er eine Packung Donuts. „Es soll ja einigermaßen realistisch sein“, sagte Schröder. Mit einem Polizeiauto fiel er bei den etwa 80 Startern massiv auf. Doch auch ein Packar Eight aus dem Jahr 1934, ein Oakland Roadster aus dem Jahr 1911 oder ein American La France ließen die Herzen der Oldtimerfans höher schlagen.

„Das sind schon echte Schätze, die hier zu sehen sind“, sagte Heike Fleckenstein von Pinneberg Mobil.

Erstmals startete die Ausfahrt übrigens in Ellerhoop. „Im letzten Jahr ist unsere Veranstaltung quasi volljährig geworden. Und wie es so ist, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat, dann ändert sich auch so einiges“, erläuterte Fleckenstein. Aus verschiedenen Gründen habe man sich für einen Ortswechsel entschieden. „Die Kommunikation mit Pinneberg war nicht mehr optimal“, sagte Fleckenstein. Der vom neuen Veranstaltungsort begeistert war: „Hier wurden wir direkt mit offenen Armen empfangen“, sagte er, während die ersten Fahrzeuge durch die Gartenanlage rollten, um auf die Rundtour durch den Kreis Pinneberg zu starten.

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