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Pinneberg/Schenefeld : Auszubildende dringend gesucht

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Nordexperten laden zum Azubi-Kompass ein. Auch der A. Beig Verlag nimmt an der Aktion teil.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg/Schenefeld | Die Zeiten ändern sich: Noch vor ein paar Jahren gab es zu wenig Ausbildungsplätze für zu viele Schüler. Mittlerweile ist das Verhältnis genau anders herum. Unternehmen müssen aktiv um Nachwuchskräfte werben. Besonders im Hamburger Speckgürtel. Das Problem kennt auch Thomas Röger, Bezirksgeschäftsführer der Barmer-GEK-Krankenkasse in Pinneberg: „Wir haben große Probleme, Schulabgänger zu bekommen. Hamburg zieht sie wie ein Magnet an. Wir müssen jetzt schon auf Bewerber aus dem zweiten Arbeitsmarkt zurückgreifen, der bis Neumünster und Itzehoe geht.“ Sein Fazit lautet: „Wir müssen etwas tun, um junge Leute auf den Berufsstandort Pinneberg aufmerksam zu machen.“

Deswegen laden die Nordexperten, ein Zusammenschluss regionaler Unternehmer, zu dessen Mitgliedern auch die Barmer gehört, für Donnerstag, 18. Juni, zu einem Azubi-Kompass ein. „Es gibt zwar Berufsmessen, zu denen dann ein Bus mit Schülern kommt. Viele haben aber kein Interesse und dementsprechend läuft das dann auch ab“, sagt Röger. Beim Azubi-Kompass soll das anders sein: „Wir organisieren einen Bustransfer, mit dem die Schüler in die teilnehmenden Unternehmen gefahren werden“, erläutert Röger.

Treffpunkt ist um 17 Uhr das Juks in Schenefeld, wo die potenziellen Bewerber mit Bussen abgeholt und zu jeweils zwei verschiedenen Unternehmen gefahren werden, um dort Mitarbeiter, Auszubildende sowie die Aufgabenbereiche in den Betrieben kennenzulernen.

„Der Grundgedanke ist, dass die Firma die Schüler von ihrem Betrieb überzeugt“, so Thorsten Uebler, Geschäftsführer der K.O.P.S.-Consulting GmbH. Dafür hätten die Unternehmen etwa eine Stunde Zeit. Wie diese Stunde gestaltet werde, sei ihnen freigestellt. „Es geht darum, festzustellen, ob der Deckel auf den Topf passt“, so Uebler. Deswegen werde anhand eines Fragebogens, den die Schüler ausfüllen sollen, eine Vorauswahl getroffen, um die Schüler dem passenden Unternehmen zuzuordnen.

Unrealistische Vorstellungen 

Viele junge Leute hätten heute, so Uebler, Vorstellungen, die von der Realität abweichen. So gebe es Jugendliche, die eine Fünf in Mathe haben und sich dennoch für eine Ausbildung als Bankkaufmann bewerben.

Vorbild der Aktion sind übrigens die Nachtschwärmer-Jobtouren in Norderstedt und Bad Oldesloe. In den vergangenen Jahren meldeten sich dort so viele Schüler an, dass nicht alle an der Veranstaltung teilnehmen konnten. Auch bei dem Azubi-Kompass sind die Gruppen auf maximal 25 Schüler pro Unternehmen begrenzt.

Die Aktion richtet sich an alle weiterführenden Schulen in Pinneberg, Rellingen, Halstenbek und Schenefeld. Angesprochen sind die Schulabgänger 2016, aber auch die unentschlossenen Schulabgänger 2015. Folgende Firmen haben bereits ihre Zusage gesichert: Barmer GEK Pinneberg, Volksbank Pinneberg-Elmshorn, C. Otto Gehrckens Pinneberg, Witt und Sohn, Pinneberg, Famila Pinneberg, Stadtverwaltung Pinneberg, Creditreform Pinneberg und der A. Beig Verlag. Interessierte Unternehmen melden sich bei Thomas Röger unter 0160-904 56734 oder bei Thorsten Uebler unter 0160-90940581.
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