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Pinneberger Tageblatt

18. August 2017 | 20:54 Uhr

Auszeichnung für den Teamarbeiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Osterkirche Martin Hoeft bekommt heute in Prisdorf das Ansgarkreuz

„Ich war total überrascht, dass unser Pastor mich vorgeschlagen hat“, sagt Martin Hoeft. Dem 65-jährigen Prisdorfer wird heute das Ansgarkreuz in der Osterkirchengemeide Kummerfeld verliehen, deren Kirchengemeinderat er von 1994 bis 2004 vorstand und in dem er bis zur Wahl am vergangenen Sonntag 26 Jahre angehörte.

„Ich bin mit 21 Christ geworden und habe mich damals bewusst dafür entschieden“, sagt Hoeft. Seine Motivation: „Ich wollte meinem Gott etwas zurückgeben für das, was er mir Gutes im Leben getan hat.“ Eine missionarische Tätigkeit sei für ihn nicht in Frage gekommen. Der gebürtige Berliner wurde Sozialpädagoge. 1980 zog er aus seiner Heimatstadt nach Prisdorf und wurde Bereichsleiter der Jugendhilfe Altona-West der Großstadtmission. Im Sommer dieses Jahres ging er in den Ruhestand. „Dort habe ich mein gesamtes Berufsleben verbracht“, erläutert Hoeft. Ehrenamtlich engagierte sich Hoeft in der heimischen Gemeinde. 1990 wurde er erstmals in den Kirchengemeinderat gewählt.

Er war Synodaler des Kirchenkreises Pinneberg und Mitglied des Finanzausschusses. „In diesem Jahr habe ich mich nicht mehr aufstellen lassen. Ich will meine Rente jetzt genießen“, sagt Hoeft, der betont: „Ich habe es nicht aus Lust und Laune gemacht, sondern als Berufung verstanden.“ Bis zu zehn Stunden pro Woche investierte er in sein Ehrenamt. „Wenn ich heute zurückblicke, frage ich mich, wie ich das geschafft habe, denn mein Hauptjob war auch nicht auf 40 Stunden pro Woche begrenzt.“ Als er begann, sei an eine Diakoniestation und einen Kindergarten in der heutigen Form nicht zu denken gewesen. Er hat es gemeinsam mit dem Kirchengemeinderat aufgebaut. „Ich habe immer große Befriedigung empfunden, die Arbeit zu machen. Von Spaß will ich nicht reden, denn das war es nicht immer“, sagt Hoeft, der weiterhin im Bläserchor Kummerfeld aktiv ist. Dort spielt er Alt-Trompete. „Dafür muss man recht wenig üben. Das perfekte Instrument für mich“, sagt er lachend. Das Lachen bleibt auch, wenn Hoeft über seinen Lieblingsverein redet – Hertha BSC Berlin. „Kaum bin ich im Ruhestand, läuft es gut. Ich musste mir von meinen HSV-Kollegen oft so einiges anhören“, sagt Hoeft. Seine beiden Söhne teilen seine Leidenschaft für den Hauptstadtklub. „Wenn wir in Berlin sind, schauen wir bei der Alten Dame vorbei“, sagt Hoeft. Das könnte zukünftig häufiger passieren, denn mit dem Wohnmobil will er Europa erkunden. Vor allem Österreich, wo seine Tochter und zwei Enkel leben, soll häufiger sein Ziel werden. „Da meine Frau erst in acht Jahren in Rente gehen wird, wird es sich wohl erstmal auf lange Wochenenden und Urlaube beschränken“, sagt Hoeft. Das Wohnmobil steht immer abfahrbereit vor der Haustür. Ansonsten will er sich dem Modellbau widmen. Vor Jahren hat er einen Rettungskreuzer zusammengebaut. Der Name? Natürlich „Berlin“. „Für Projekte stehe ich auch in der Kirchengemeinde zur Verfügung. Aber zeitlich begrenzt müssen sie sein“, sagt Hoeft.

Morgen wird Propst Thomas Drope Hoeft das Ansgarkreuz verleihen und ihn offiziell aus dem Kirchengemeinderat verabschieden. „Das ist auch eine Auszeichnung für die Mitarbeiter, die alle Projekte mitgetragen haben. Das war eine Teamleistung“, sagt Hoeft.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 12:29 Uhr

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