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Das Motto: „Wir nehmen alle mit“ : Auszeichnung für das Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schule will mit Präventionskonzept „Lebenskompetenz“ fördern.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Sie wollen alle Schüler mitnehmen – vom Ankommen in der fünften Klasse bis zum Beginn der Berufsausbildung. Damit das gelingt, steht an der Präventionsschule Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek die Förderung der „Lebenskompetenz“ nach einem Konzept mit regionalen Kooperationspartnern im Vordergrund. Dafür wurde das Gymnasium mit dem Innovationspreis des Quickborner Unternehmens Metaplan ausgezeichnet und erhielt als eine der zweitplatzierten Schulen 1000 Euro.

Los geht es bereits in der 5. Klasse, wo wöchentlich zwei Stunden „Selbstbehauptungstraining“ auf dem Lehrplan stehen. „Selbstbewusster werden, aber auch zuhören lernen, den Platz in der Gruppe finden, eigene Bedürfnisse artikulieren und Grenzen setzen“ steht laut Lehrer Marcus Daumann dabei im Mittelpunkt. Zusammen mit seiner Kollegin Veronika Schwald bildet er das Schul-Präventionsteam. Sie haben die einzelnen Angebote in einem Konzept zusammengefügt. Dazu gehört es, dass Schüler von der fünften bis zur siebten Klasse eine Stunde pro Woche reflektieren, was in ihrer Klasse nicht so gut gelaufen ist. Schwald weiß, dass wenn Schüler sich nicht wohlfühlen, „noch ganz andere Probleme auftauchen können“.

In einem weiteren Projekt sollen Ärzte sowie Patienten des Hamburger UKE vom Rauchen abschrecken. Sucht und sexuelle Gewalt werden in Projekttagen thematisiert. Ein Training für Mobbing-Opfer wird angeboten. Für weitere Sorgen sind Schülerpaten, Schüler-Konfliktlotsen sowie der Schulsozialpädagoge zur Stelle. Erst vor kurzem gab es zudem einen Vortrag der Polizei zu „Cyber-Mobbing“. „Ich finde es gut, dass wir die Probleme angehen, die da sind“, kommentiert Nell Martens (12), Klassensprecherin der 7c, die Konzeptbausteine. Damit alles klappt, gibt es Schulterschlüsse mit dem „Team Prävention und Jugendarbeit“ des Kreises Pinneberg, Ortsjugendpflegern, der Awo, dem Verein Wendepunkt, der schulpsychologischen Beratungsstelle, Jugendamt und Polizei.

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