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Pinneberg : Ausstellung „früh werk“ zeigt Kunstwerke von Jugendlichen aus dem Kreis Pinneberg

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Quietscheenten und Stadtaffen: Die Ausstellung „früh werk“ in der Drostei zeigt noch bis Sonntag, 14. Juni, Kunstwerke von Jugendlichen aus dem Kreis Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2015 | 15:00 Uhr

Pinneberg | In diesem Jahr feiert das Austellungsprojekt „früh werk“ ein kleines Jubiläum. Zum fünften Mal organisierte die Stiftung Landdrostei mit den Künstlern „mioq“ Marion-Inge Otto-Quoos und Martin Musiol das Projekt, das sich an künstlerisch ambitionierte Oberschüler richtet. Nun wurde die Ausstellung der von einer Jury ausgewählten Objekte in den Gartensälen der Drostei mit einer Vernissage eröffnet. In Ihrer Eröffnungsrede wies Stefanie Fricke, die künstlerische Leiterin der Drostei, darauf hin, dass sich das Konzept ändern werde. Es solle spartenübergreifender werden. Das habe sich in diesem Jahr bereits angedeutet. So war dieses Mal zum Beispiel erstmals eine Videoinstallation dabei. Besondere Anerkennung für die Arbeit sei, dass das Projekt auch in Kiel wahrgenommen werde.

Außer „mioq“, Musiol und Fricke, war in diesem Jahr Monika Rathlev, die Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender Künstler Schleswig-Holstein (BBK-SH), als Gast in der Jury. Sie zeigte sich in einem verlesenen Grußwort beeindruckt und überrascht, von der Frische und Vielfalt der eingereichten Arbeiten der Jugendlichen: „Vielfach lässt der Einsatz der verschiedenen Techniken und die Materialzusammenführung in den Arbeiten eine Ungezwungenheit erkennen, die von Witz und Esprit geprägt ist.“

Jens Martin, Kunsthistoriker aus Kiel, übernahm die Einführung und ging auf die einzelnen Werke ein. Autobiografien stünden im Mittelpunkt sowie erlebte Situationen. „Die Ausstellenden gewähren Einblicke in ihr Leben“, sagte der Kunsthistoriker.

Einige der jungen Künstler waren zur Vernissage selbst vor Ort. Sie hatten Freunde und Familie mitgebracht und präsentierten stolz ihre Werke. Die sechs Einzelkünstler Carina Klena, Marwin Noel Musiol, Lisa Ortmüller, Alexandra Person, Julian Petersen und Lisa-Kristin Vogel sind je mit zwei Werken vertreten. Sie zeigen Acrylmalerei, Fotografie, Fotoübermalung, Aquarell, Plastisches aus Ton und Acryl auf Leinwand, Zeichnung auf Textil sowie Gipsplastiken. „Verspielt zart, filigran und auch kraftvoll, kritisch und nachdenklich sind ihre Arbeiten“, so heißt es bereits in der Ankündigung für die Ausstellung. Eindrucksvoll ist auch die Videoinstallation von zwölf Mitgliedern der Theater und Video AG des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums Halstenbek, die im Rahmen ihres aktuellen Stücks „Stadtaffen“ entstanden ist.

Lisa-Kristin Vogel nannte ihre Werke „Round the world but still at home“ und wählte als Technik die Fotoübermalung. In Fotos von Familienurlauben inszenierte sie eine Quietsche- und Tigerente mit Acryl. Beide erinnern sie an die Kindheit, das Baden zu Hause und frühere Besuche bei den Großeltern. Derzeit arbeitet die junge Künstlerin, die sich im Schenefelder Kunsthaus engagiert, an einem Stillleben. Die Ausstellung in der Drostei, Dingstätte 23, ist jeweils von Mittwoch bis Sonntag, 14. Juni, zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Bei freiem Eintritt.
 

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