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Hommage an Otto Andersen : Außengelände der Heilig-Geist-Kirche ist neu gestaltet worden

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Metallschriftenwand mit Bibelsprüchen ist eines der wesentlichen Elemente des neuen Platzes.

Pinneberg | Es liegt ein bisschen ab vom Schuss, in einem Wohngebiet in Pinneberg Nord in der Ulmenallee 9. Das Zentrum der evangelischen Heilig-Geist-Kirchengemeinde mit dem Gotteshaus, dem Gemeindehaus sowie der Küsterwohnung und dem Pastorat. Erbaut wurde es 1962 bis 1963 von dem Architekten Otto Andersen (1924 bis 1981). 2012 wurde die Kirche saniert. Zum Zwecke der Verkehrssicherheit musste die ausdrucksvolle Außenmauer des Ensembles 2012 zurückgebaut werden. Es entstand eine Lücke, die bisher noch nicht gefüllt wurde.

Otto Andersen (1924 bis 1981) besuchte von 1944 bis 1945 die Hamburger Bauschule und studierte von 1946 bis 1951 an der Technischen Hochschule Stuttgart. Danach arbeitete er im Architekturbüro seines Schwiegervaters Behrmann in Hamburg-Blankenese und erzielte die ersten Erfolge bei Wettbewerben im Städtebau und im Kirchenbau. 1954 bis 1973 arbeitete er freiberuflich von Meldorf aus in diesen Bereichen sowie in der Denkmalpflege und im privaten Wohnungsbau. Er entwarf in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Kirchen in Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie zählen zu den bedeutendsten Werken der Region im Kirchenbau der Nachkriegszeit. Dazu gehören Erlöserkirche in Uetersen, Ansgarkirche in Elmshorn und die Pinneberger Heilig-Geist-Kirche.

Doch jetzt hat das Ensemble, das seit März 2016 unter Denkmalschutz steht, sozusagen ein neues Entree bekommen, denn die Platzgestaltung und die Grünanlagen waren auch in die Jahre gekommen. „Das Außengelände ist umgestaltet worden“, sagt Pastorin Dorothea Pape.

Die Abnahme des Außengeländes hat gestern stattgefunden. Bis auf wenige Restarbeiten ist die Anlage nun fertiggestellt. Besonders ins Auge fällt eine Metallschriftenwand mit einem Antik-Rosteffekt, die neu aufgestellt worden ist. Kosten: 26000 Euro. Hiermit wurde das Architektenbüro Konermann Siegmund beauftragt, das den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hat.

 

„Als besonderes christliches Symbol haben die Architekten eine Schriftenwand gestaltet, die die ursprünglich von Otto Andersen entworfene und gemauerte Wand auf dem Gelände würdig ersetzt“, sagt Pape. Es sei eine Hommage an den Architekten. Entworfen hat die Schriftwand das Berliner Studio Last, in Auftrag des Architekturbüros Konermann Siegmund Architekten BDA. Zu lesen sind die Worte Glaube, Liebe, Hoffnung und Bibelsprüche, die mit dem Heiligen Geist zu tun haben – nach dem die Kirche benannt ist. Damit kommen die Verantwortlichen auch dem Wunsch der Gemeindeglieder entgegen, die sich eine stärker christlich geprägte Außenwirkung wünschten. Dabei sei die Abgeschiedenheit des Gotteshauses gewünscht gewesen, so Pastorin Pape. Andersen habe viel erlebt. Gutes als auch Schlechtes, so dass er die Kirche nicht in den Mittelpunkt stellen wollte.

Die Heilig-Geist-Kirche steht seit Maärz 2016 unter Denkmalschutz.
Die Heilig-Geist-Kirche steht seit Maärz 2016 unter Denkmalschutz. Foto: René Erdbrügger
 

Für die Bepflanzung und Gestaltung des Außenbereichs sind die Landschaftsarchitekten Trüper Gondesen und Partner aus Lübeck verantwortlich. Wie bei dem Kirchenbau selbst herrschen auch hier klare Formen vor. Den größten Teil aber nimmt eine Fläche ein. Dort ist Rasen vorgesehen. Passend zu Ostern, dem Fest der Auferstehung von Jesus Christus, soll alles fertig sein. Bleibt noch die Frage nach dem Glockenturm, der, obwohl auch in den 1960ern geplant, bislang noch nicht realisiert wurde. Doch, so heißt es, in dieser Richtung sei nichts geplant.

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erstellt am 06.Apr.2017 | 10:00 Uhr

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