Leonardo-Da-Vinci-Programm : Auslands-Praktika für Azubis aus dem Kreis Pinneberg

Schulleiter Erik Sachse (von links), Britta Sierakowski-Hampshire und Sebastian Körner werben an der Beruflichen Schule Elmshorn für Auslandspraktika mit dem Erasmus-plus-Programm.

Schulleiter Erik Sachse (von links), Britta Sierakowski-Hampshire und Sebastian Körner werben an der Beruflichen Schule Elmshorn für Auslandspraktika mit dem Erasmus-plus-Programm.

Die Berufliche Schule Elmshorn hat Fördermittel in Höhe von 190.000 Euro für Auszubildende und junge Gesellen bekommen.

shz.de von
11. Juli 2018, 10:00 Uhr

Elmshorn | Auslandserfahrungen machen sich in jedem Lebenslauf gut und erhöhen die Chance auf einen attraktiven Arbeitsplatz. Dieses Wissen ist schon lange bei der Beruflichen Schule Elmshorn (BSE) angekommen. Daher ermöglicht sie ihren Schülern seit 2011 Auslandsaustausche über das Leonardo-da-Vinci-Programm. Ab September können ihre Schüler jetzt auch Mittel aus dem Programm Erasmus plus nutzen, um über ihren beruflichen Tellerrand zu blicken. 

„Unsere Schüler können in europäischen Betrieben Praktika von mindestens zwei Wochen und maximal zwölf Monaten machen und dabei Sprachkurse besuchen. Diese vollfinanzierten Auslandsaufenthalte sind natürlich mit ihren Lehrbetrieben abgesprochen und werden als Teil der Ausbildung anerkannt“, sagt  Studienrat Sebastian Körner erfreut, der die Mittel eingeworben hatte. Der Leiter der Europagruppe im Lehrerkollegium bekam kürzlich die Zusage der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NABIBB) in Bonn über eine Fördersumme in Höhe von 190000 Euro aus den Töpfen der Europäischen Union.

Stipendien nicht nur für Studenten

Vom Förderprogramm Erasmus profitierten bislang vor allem Studenten, die maximal zwei Auslandssemester finanziert bekamen. Erasmus plus wendet sich hingegen gezielt an junge Auszubildende und Gesellen, die vor maximal zwölf Monaten ihren Berufsabschluss geschafft haben. Die Stipendien erhalten sie über ihre Berufsschule, die auch die Auslandsaufenthalte organisiert und ihre Schützlinge auch im Praktikum betreut. Sie stellt sicher, dass die Praktikanten zum Beispiel in einer Gastfamilie, einem Studentenwohnheim oder Hotel untergebracht werden und hat abgestimmt, wo sie arbeiten und die Sprachkurse besuchen.

„Alle Teilnehmer am Erasmus-plus-Programm erhalten einen Europass-Mobilitätsnachweis, auf dem die im Praktikum erworbenen Kenntnisse dargestellt werden“, kündigt Körner an. „Das kann der entscheidende Türöffner bei Bewerbungen sein. Denn die ehemaligen Praktikanten haben unterschiedliche Produktionsmethoden und Arbeitsabläufe nicht nur in der Theorie kennengelernt, sondern auch in der Praxis erprobt.“

Eine echte Europaschule

„Wir sind eine echte Europaschule und bekommen ständig E-Mails oder Anrufe von unseren Partnerschulen. Daher passt das Erasmus-plus-Programm perfekt in unsere Schule, die seit 2011 auch offiziell eine Europaschule ist“, sagt Schulleiter Erik Sachse. Ihm ist die Vernetzung seiner Schule wichtig. „Wir machen immer wieder etwas Neues zum Thema Europa und stehen im engen Kontakt mit unseren Partnerschulen. Man könnte auch sagen: Wir machen uns breit!“

Körner hat in die Bewerbung um Erasmus plus viel Arbeit gesteckt und die Unterlagen an die NABIBB in Bonn gesandt. „Dabei spielte es sicher eine positive Rolle, dass wir QM-zertifiziert sind“, berichtet Körner über das Bewerbungsverfahren und über die Unterstützung, die er auch von seiner Kollegin Britta Sierakowski-Hampshire bekommen hat. Die Studiendirektorin steht für die QM-Zertifizierung der Elmshorner Schule und verantwortet deren Öffentlichkeitsarbeit.

Vierthöchste Summe in SH

„Die NBIBB vergab für die Bewerbungsunterlagen der verschiedenen Berufsschulen Punkte und rangierte sie. Wir haben die vierthöchste Summe Schleswig-Holsteins bekommen“, sagt Körner. Für ihn hat jetzt nach den ersten Gesprächen mit interessierten Schülern eine neue Projektphase begonnen. Im Sommer fährt er mit Schulleiter Sachse nach Dänemark, um die Praktika mit den Partnerschulen genauer abzustimmen. „Wir haben Flyer und Plakate gedruckt und machen in den verschiedenen Schulgebäuden Werbung für Auslandspraktika mit Erasmus plus“, sagt Sierakowski-Hampshire. Dafür hat sie erneut eng mit Körner zusammen gearbeitet. Vernetzung findet in der BS eben auf allen Ebenen statt.

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