zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 00:48 Uhr

Schenefeld : Ausgezeichnete Kultur im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anna Gudjónsdóttir und A-Cappella-Ensemble Quartonal erhalten Kulturpreis der Region. Ausgewählt aus 22 Vorschlägen.

Schenefeld | Anna Gudjónsdóttir (55) strahlte übers ganze Gesicht. Die Schenefelder Künstlerin wurde gestern in der Drostei mit dem Kreiskulturpreis geehrt. Kreispräsident Burkhard Tiemann und Landrat Oliver Stolz überreichten ihr den mit 5000 Euro dotierten Preis. Etwa 300 geladene Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft, Familienangehörige und Freunde wohnten dem Festakt bei.

„Ich freue mich sehr und bin dankbar für die Anerkennung“, sagte die gebürtige Isländerin. „Für uns Kulturschaffende ist es wunderbar, dass der Kreis diesen Preis ins Leben gerufen hat. Wir Menschen brauchen Kunst als Futter für den Geist.“

Glanzpunkte der Veranstaltung: Darbietungen des A-Cappella-Ensembles Quartonal. Mirko Ludwig (Tenor), Florian Sievers (Tenor), Christoph Behm (Bariton) und Sönke Tams Freier (Bass). Zur Freude des Publikums sangen sie sogar auf Plattdeutsch – als kleine Verneigung vor ihrer Herkunft: Das Ensemble hat seine Wurzeln in Uetersen. Drei der Sänger sangen früher dort im Knabenchor. Gestern wurden sie neben Anna Gudjónsdóttir mit dem Förderpreis (dotiert mit 2500 Euro) geehrt.

Kreispräsident Tiemann freute sich über den Erfolg des Preises. „Noch nie war das Interesse an unserem Kulturpreis so groß wie dieses Jahr“, sagte er. „Unser Kreis ist reich an Kultur, die sich durch Vielfalt und ein hohes Qualitätsniveau auszeichnet.“ 46 Künstlerinnen und Künstlern wurde der Preis seit 1972 bislang verliehen.

Stefanie Fricke, künstlerische Leiterin der Stiftung Landdrostei und Vorsitzende der Kulturpreisjury, bedankte sich bei der Jury, die unter einer Vielzahl möglicher Preisträger auswählen mussten. „22 Vorschläge gab es in diesem Jahr“, sagte sie. Die Laudationen hielten Hans-Joachim Lustig, Chorleiter der Chorknaben Uetersen, und der Hamburger Kunstmakler und -kritiker Hajo Schiff. Lustig lobte die Musikalität, den Klang und die Ausgewogenheit des A-Cappella-Ensembles, Schiff würdigte Gudjónsdóttir als Landschaftskünstlerin, die „in Zeichnungen denkt und in Bildern schreibt“.

Wer will, kann sich selbst von dem Wirken der prämierten Künstler überzeugen. 2015 wird „Quartonal“ seine zweite CD auf den Markt bringen, 2016 soll in der Drostei eine Ausstellung mit den Werken Gudjónsdóttirs stattfinden.
 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen