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Ärger über Etat-Verzögerung in Pinneberg : Ausblick-Interview 2016 mit CDU-Fraktionschef Andreas Meyer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

CDU-Fraktionschef Andreas Meyer wünscht sich eine effizientere Arbeit der Verwaltung und kritisiert die Schulallianz.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2016 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Was läuft gut und wo drückt der Schuh ganz besonders? shz.de hat die Vorsitzenden der Ratsfraktionen um ihre persönliche Bilanz des vergangenen Jahres und einen Ausblick auf 2016 gebeten. Im ersten Teil unserer Serie kommt CDU-Fraktionschef Andreas Meyer zu Wort.

Welchen Erfolg für die Stadt im Jahr 2015 würden Sie, beziehungsweise Ihre Fraktion, für sich verbuchen?
Andreas Meyer:Dass das DRK-Heim nicht zu diesem viel zu hohen Preis gekauft wurde, dass es SPD und Grünen nicht gelungen ist, trotz erheblicher Bedenken der Rettungskräfte flächendeckend Tempo 30 in Pinneberg einzuführen. Ganz wichtig ist zudem, dass jetzt endlich die sehr intensiven Diskussionen der Christdemokraten über Haushalt und Verwaltung Erfolg zeigen und strukturelle sowie personelle Veränderungen in der Verwaltung eingeleitet wurden, die sich demnächst positiv auswirken, zum Beispiel bei der Schulsanierung.

Was hätte aus Ihrer Sicht klappen müssen?
Die Fertigstellung der Fassade der Theodor Heuss Schule (THS). Eine höhere Investitionsquote. Ein geringerer Krankenstand der Verwaltung.

Was hat Sie am meisten geärgert?
Das Gutachten Baumängel an der THS. Die Haltung des eigentlich auf Gemeinnützigkeit ausgerichteten Deutschen Roten Kreuzes Pinneberg in Sachen Wert der Schrottimmobilie DRK Am Rehmen, und die Gründe für die Verzögerung des Haushaltes 2015.

Welches ist 2016 Ihr Herzens-Projekt?
Da gibt es einige: Schulsanierung, Westumgehung, Bahnhof, Internationale Schule, Entwicklung der Gewerbegebiete und Erweiterung des Jugendtreffs Komet.

Was wäre 2016 für Sie die tollste Schlagzeile?
Pinneberg schafft einen ausgeglichenen Haushalt, weil alle – Bürger, Politik und Verwaltung – gemeinsam Ideen und Verbesserungen eingebracht und konsequent umgesetzt haben.

Auf welche Schlagzeile würden Sie 2016 am liebsten verzichten?
Weitere Kürzungen bei den freiwilligen Leistungen sowie eine nochmalige Erhöhung der Grundsteuer, da der Haushalt weiter nicht ausgeglichen ist.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für 2016 wünschen?
Ich wünsche mir eine Verwaltung, die weniger mit sich selbst beschäftigt ist und aktiver nach Lösungen sucht.

Was geben Sie der Schulallianz für 2016 mit auf den Weg?
Bisher nehmen wir nur die „Schulallianz Baumängel“ wahr. Gutes fair herausstellen, Schlechtes fair bemängeln, statt neue Fronten schaffen. Druck nach vorn erzeugen – das hilft den Schulen.

Vervollständigen Sie bitte folgende Sätze:Steuererhöhungen kommen für mich...
...nur als letzter und unvermeidlicher Schritt in Frage.

Flüchtlinge sollen in Pinneberg...
...weiter gut untergebracht und betreut werden. Unser Dank geht an die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Ich wünsche mir von Bürgermeisterin Urte Steinberg,...
...dass sie, trotz erheblicher Widerstände, weiter für eine bessere und effizientere Arbeit der Verwaltung kämpft und mit ihrer Mannschaft Schwung in die Verbesserung des Haushalts bringt. Außerdem, dass sie weiter Fehler konsequent aufdeckt, diese öffentlich macht, und mit den entsprechenden Maßnahmen künftig vermeidet – ohne dabei aus den Augen zu verlieren, dass Pinneberg eine liebens – und lebenswerte Stadt ist.

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