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Arbeitsmarkt im Kreis Pinneberg : Ausbildung: Es sind noch Stellen frei

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Etwa 500 Bewerber suchen noch einen Job. Agentur bietet Förderprogramm für Jugendliche mit schlechten Schulnoten an.

Pinneberg | Start ins Berufsleben: Heute beginnen zahlreiche junge Menschen im Kreis Pinneberg ihre Ausbildung. Doch auch Bewerber, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, können sich noch Hoffnungen machen. Der Ausbildungmarkt scheint für Bewerber günstig. Das geht aus Zahlen der Arbeitsagentur Elmshorn hervor, die für die Kreise Pinneberg und Segeberg zuständig ist. Gestern veröffentlichte sie die Arbeitsmarktdaten für den Juli.

„Es gibt deutlich mehr offene Ausbildungsstellen als im letzten Jahr. Unsere Vermittlungsaktivitäten laufen daher weiter, um noch möglichst vielen jungen Menschen einen Einstieg in die Ausbildung zu ermöglichen. Auch Bewerber mit nicht so guten Schulnoten sollten eine Chance bekommen“, teilte Ute Beckmann, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur, mit.

Die Agentur fördere diese Jugendlichen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss, etwa mit dem Programm „ausbildungsbegleitende Hilfen“. Auszubildende mit schlechten Schulnoten bekommen darin Zusatzunterricht, gezielte Vorbereitung auf Prüfungen und, falls nötig, Nachhilfe in Deutsch.

Seit Oktober 2013 haben sich 1858 Bewerber für Ausbildungsplätze gemeldet, wie aus dem Bericht der Agentur hervorgeht. Das waren 99 oder 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mitte Juli waren noch 518 Kandidaten auf der Suche – 30 weniger als im Juli 2013. Gleichzeitig meldeten die Betriebe 1688 offene Stellen– 155 oder 10,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Juli waren noch 509 Stellen unbesetzt. Das waren 62 mehr als im Juli 2013. Offene Stellen und Bewerberzahl im Juli halten sich also etwa die Waage. Dazu sagte die Arbeitsagentur: „Häufig deckt sich die Idealerwartung der der Betriebe nicht mit den Berufswünschen und regionalen Vorstellungen der Jugendlichen.“

Die Arbeitslosenzahl insgesamt ist im Kreis Pinneberg saisonbedingt im Vergleich zu Juni um 275 Personen oder 3,1 Prozent auf 9127 gestiegen. Doch auch im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl höher. 8813 Menschen waren im Juli 2013 ohne Job. Die Arbeitslosenquote ist von 5,4 Prozent im Juli 2013 und 5,3 Prozent im Juni 2014 auf 5,5 Prozent in diesem Juli gestiegen. Laut Arbeitsagentur sind besonders junge Leute unter 25 Jahren betroffen. Von ihnen sind 28,9 Prozent mehr arbeitslos als noch im Juni. Laut Beckmann ist das ein saisonaler Effekt. Viele Ausbildungsabsolventen fänden nicht sofort nach ihrem Abschluss im Sommer eine feste Stelle. Der Kreis Pinneberg steht etwas schlechter da als in Segeberg. Dort liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent. 7269 Männer und Frauen waren im Juli ohne Job. Im Juni lag die Quote bei 4,9 Prozent, im Juli 2013 bei 5,2.

Der Arbeitsmarkt in der Region
In Hamburg sind laut Arbeitsagentur 75.325 Menschen ohne Job. Das entspricht einer Quote von 7,7 Prozent. Sie ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte gewachsen. Es gibt 3181 unbesetzte Berufsausbildungsstellen – 300 weniger als im Vorjahr. In Schleswig-Holstein waren insgesamt 100584 Menschen ohne Arbeit. Das entspricht einer Quote von 6,7 Prozent – 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat. Es gibt noch 5218 offene Lehrstellen – 170 mehr als im Juli 2013.

Liebe Auszubildende! Neue Kolllegen, neue Chefs, neue Verantwortung am Arbeitsplatz: Der erste Arbeitstag ist für viele eine spannende – und manchmal anstrengende – Erfahrung. Wie haben Sie Ihren ersten Arbeitstag erlebt? Was waren die wichtigsten Eindrücke? Was hat Ihnen am meisten gefallen? Schreiben Sie der Redaktion: per E-Mail an redaktion@a-beig.de oder auf Facebook.
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erstellt am 01.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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