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Pinneberger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:44 Uhr

Pinneberg : Aus für den Hausfrauen-Bund

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Keine neue Vorsitzende gefunden: Pinneberger Ortsverband löst sich auf. Mitglieder wollen sich weiterhin treffen.

von
erstellt am 08.Jan.2016 | 18:22 Uhr

Pinneberg | Der Ortsverband Pinneberg des „DHB– Netzwerk Haushalt, Berufsverband der Haushaltsführenden“ (früher Deutscher Hausfrauen-Bund) ist Geschichte. Die Auflösung erfolgte zum 1. Januar, das letzte Treffen war am Donnerstag im Hotel Cap Polonio. Etwa 30 der zuletzt 43 Mitglieder waren dabei.

Die Stimmung schwankte zwischen Wehmut und Aufbruch. Einerseits war die Enttäuschung über die Auflösung zu spüren. Andererseits herrschte Erleichterung, dass die Gruppe nicht auseinanderfällt und dank der Unterstützung des VfL Pinneberg wohl weiter bestehen wird. Die Mitglieder treffen sich in Zukunft am Fahltskamp in den Räumen des VfL. Es soll alles weiterlaufen wie bisher. Nur eben nicht mehr unter dem DHB-Dach. Die erste Zusammenkunft ist bereits für den 4. Februar geplant.

„Es ist wichtig, dass nun nicht alles auseinanderbricht“, sagte Käthe Bledau, letzte Vorsitzende des DHB-Ortsverbandes. Die Auflösung sei nicht zu verhindern gewesen, weil sich keine neue Vorsitzende fand. Mehrere Jahre wurde vergeblich gesucht. Nun ist endgültig Schluss. Bledau selbst steht nicht mehr zur Verfügung. Sie sei inzwischen 86 Jahre alt und könne die Arbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erledigen, erklärte sie.

So bedeutete das Treffen im Hotel Cap Polonio eine Zäsur. Schließlich war der Ortsverband mehrere Jahrzehnte eine feste Institution in Pinneberg. Die Gründung der damaligen Hausfrauenunion erfolgte 1956. 1991 schlüpfte der Verein unter das Dach des Deutschen Hausfrauen-Bundes, der seit 2009 „DHB–Netzwerk Haushalt, Berufsverband der Haushaltsführenden“ heißt. Die Existenz des früheren Hausfrauen-Bundes stand in Pinneberg schon einmal auf der Kippe. 1998 drohte nach dem plötzlichen Tod der langjährigen Vorsitzenden Jutta Reuter die Auflösung, weil sich bereits damals kein Nachfolger fand. Bledau erklärte sich schließlich bereit, die Führung zu übernehmen und verhinderte dadurch das Aus. „Der Verband erfüllt eine wichtige soziale Aufgabe“, sagte sie. Die immer am ersten Donnerstag des Monats stattfindenden Treffen waren nicht nur ein geselliges Beisammensein. Modenschauen, Weihnachtsfeiern, Vorträge – es wurde einiges angeboten. Dazu wurden regelmäßig Tagesfahrten veranstaltet. „Wir hatten viel Spaß und haben einiges über unsere Heimat erfahren“, sagte Bledau.

Die letzte Zusammenkunft unter dem DHB-Dach stand nicht nur im Zeichen des Abschieds. Auch die Zukunft im VfL-Heim war bereits Thema. Die organisieren Renate Herbst, Elke Stelter und Brigitte Schack gemeinsam mit Heidi Hammerschmitt-Klatt und Heidi Gauger vom VfL Pinneberg. Die Voraussetzungen für einen gelungenen Neustart sind gut. Bereits 28    ehemalige DHB-Mitglieder haben zugesagt, dass sie beim ersten Treffen am 4. Februar dabei sind.

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