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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 01:42 Uhr

Aus der Traum vom Projektleiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schulbausanierung: Verwaltung will erst Planung aktualisieren und Bedarf prüfen

Was in der vergangenen Woche fast gesetzt war, ist nun Geschichte: Es wird vorerst kein Projektleiter für die Schulbausanierung eingestellt. Der pfiffige Vorschlag kam im Schulausschuss von der Pinneberger CDU. Sie wollten der Verwaltung indirekt unter die Arme greifen.

Nun ist das Vorhaben gescheitert. Bereits einen Tag später, als die CDU ihren Vorschlag per Antrag formulierte und über ihn in der Sitzung des Finanzausschusses abstimmten lassen wollte, ließ Silkata Sahin-Adu, technische Leiterin des Kommunalen Servicebetriebes Pinneberg (KSP), plötzlich die Katze aus dem Sack: „Wir haben gar keinen Platz“, sagte sie. Eine Stelle beim KSP sei deshalb nicht sinnvoll.

Einig waren sich die Fraktionen während der anschließenden Debatte darüber, die Stelle dann doch vielleicht extern auszuschreiben, die Hilfe somit von außen zu holen.

SPD-Ratsherr Herbert Hoffmann (SPD), der die Sitzung des Finanzausschusses von der Zuschauerbank aus beobachtete, sagte: „Die CDU will der Verwaltung ein Geschenk machen und die Verwaltung scheint damit nichts anzufangen“, kommentierte er das Ganze. Der Ausschuss verwies die Entscheidung an die Ratsversammlung, die morgen tagt. Beginn ist um 18.30 Uhr im Ratssitzungssaal. Doch die CDU wird ihren Antrag aller Wahrscheinlichkeit nach zurückziehen, hieß es gestern.

„Es war unsere Hoffnung, in die Schulbausanierung eine Beschleunigung reinzukriegen“, erklärte Ratsherr Torsten Hauwetter (CDU). „Irgendwie will keiner ran“, so ein enttäuschter CDU-Ratsherr.

2014 konnten wegen fehlender Manpower nicht alle Schulbauplanungen durchgeführt werden. „2014 haben wir zu optimistisch geplant, gestand Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) ein.

„Es lag nicht an den räumlichen Kapazitäten“, erklärte gestern Marc Trampe, Sprecher der Stadt. „Wir sind dabei, den Schulgebäudesanierunsplan bis zum Ende des ersten Halbjahres für 2016 und Folgejahre zu aktualisiere. Dabei werden wir auch noch einmal bewerten, was zu den bisherigen Verzögerungen geführt hat und der Politik ein Gesamtpaket präsentieren“, sagte er. Aktuell sei man dabei, die internen Abläufe zu überpürfen und gegebenenfalls zu optimieren.

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erstellt am 24.Mär.2015 | 13:16 Uhr

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