Die Seer : „Auftritt ist für uns ein Abenteuer“

Die Seer wollen mit österreichischer Mundart auch im hohen Norden begeistern.
Die Seer wollen mit österreichischer Mundart auch im hohen Norden begeistern.

Mit den „Seern“ tritt die erfolgreichste Band Österreichs bei „Appen musiziert“ auf. Sänger Alfred Jaklitsch im Interview.

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02. März 2014, 17:56 Uhr

Appen | „Die Seer“ gehören seit fast zwei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Bands in Österreich. Ihre Alben erreichen fast alle den ersten Platz der Hitparade, ihre Tourneen sind alle ausverkauft. Beim traditionellen SEER-Open-Air in ihrer Heimat wird die Band jedes Jahr von ungefähr 20.000 Besuchern gefeiert. Am Sonnabend, 12. April, ist die österreichische Kultband bei „Appen musiziert“ erstmals in Norddeutschland zu sehen. Im Interview mit unserer Zeitung erzählt Bandleader Alfred Jaklitsch, was das Publikum in Appen erwartet.

Was dürfen die Besucher in Appen von den „Seern“ erwarten?
Alfred Jaklitsch: Auf alle Fälle viel Abwechslung. Wir sind acht Musiker, von denen jeder seinen eigenen Stil hat. Ballade, Reggae und sogar Jodeln – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Uns ist wichtig, dass wir mit unseren Liedern die Menschen berühren.

Wie würden Sie die Musik der Seer beschreiben?
Unsere Musik ist eigentlich gar keiner bestimmten Kategorie zuzuordnen und passt in keine Schublade. Sie ist einfach „Seerisch“. Jedes Mitglied der Seer-Familie seine Vorstellungen und seinen eigenen Stil ein. Der eine mag Funk, der andere Soul, wieder ein anderer Volksmusik. Unabhängig davon wollen wir zeigen, dass Heimatmusik eine Botschaft rüberbringen kann.

Mit den Einnahmen aus „Appen musiziert“ werden schwerkranke Kinder unterstützt. Ist das auch ein Grund für den Auftritt im Kreis Pinneberg?
Auf jeden Fall. Wer als Musiker sein Geld verdienen kann, ist privilegiert und hat die Pflicht, etwas zurückzugeben. Wenn wir mit unseren Liedern anderen helfen können, freut uns das. Deshalb unterstützen wir Benefizaktionen auch sehr gerne.

Was bedeutet der Name „Seer“ eigentlich?
Der hängt mit unserer Heimat zusammen. Wir stammen vom Grundlsee im steirischen Teil des Salzkammergutes. Die Menschen werden dort „Seer“ genannt.

Die „Seer“ feiern in Österreich seit ihrer Gründung riesige Erfolge. Ist „Appen musiziert“ das Eingangstor nach Deutschland?
Es ist für uns auf alle Fälle eine große Ehre, einmal im Norden auftreten zu dürfen. Normalerweise sind wir eher in Österreich oder Bayern unterwegs. Der Auftritt ist für uns und die Besucher ein großes Abenteuer, auf das wir uns riesig freuen. Ich bin schon gespannt, wie das Publikum unsere Musik annimmt. Die österreichische Mundart ist für Deutschland ja etwas ungewohnt – gehört aber bei den „Seern“ einfach dazu. Etwas anderes kommt für uns nicht in Frage.

Als Musiker ist man viel auf Tournee. Bleibt als verheirateter Familienvater von zwei Kindern genügend Zeit fürs Privatleben?
Auf jeden Fall. Da ist es positiv, dass wir sehr häufig in Heimatnähe auftreten. Da kann ich auch Zeit zu Hause verbringen.

Musikalisch sind Sie in den Achtzigern mit der Band „Joy“ durchgestartet. Was ist aus dem Projekt geworden?
„Joy“ gibt es immer noch. Wir haben vor allem in Osteuropa etliche Anhänger. In Deutschland dürften wahrscheinlich einige noch unseren Song „Touch by Touch“ kennen. Der war in den Top 20 der Hitparaden und wird immer noch im Radio gespielt. Ich bin offenbar nicht der einzige Fan der Achtziger.

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