Auftritt des legendären Giftzwergs

Das Ensemble des Theotervereens Bossel-Hogenfidel hat sich für „Rumpelstilzchen“ wieder mit seinen Kostümen besonders ins Zeug gelegt.
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Das Ensemble des Theotervereens Bossel-Hogenfidel hat sich für „Rumpelstilzchen“ wieder mit seinen Kostümen besonders ins Zeug gelegt.

Theotervereen Bossel-Hogenfidel bringt Grimms Märchen „Rumpelstilzchen“ auf die Bühne / Drei Vorstellungen geplant

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05. Dezember 2018, 16:23 Uhr

„Ich will aber keinen Vollbart“, beschwert sich das Rumpelstilzchen alias Rabea Eller während der Proben zum Weihnachtsmärchen des Theatervereins Bossel-Hogenfiedel, die dieser Tage in der Johannes-Schneider-Halle in Borstel-Hohenraden laufen. 15 Darsteller, vier davon erstmalig, im Alter von „ü5 bis ü50“ sind mit Hingabe dabei. „Rumpelstilzchen“, in einer Version von Lothar Neumann, frei nach den Gebürdern Grimm, feiert morgen, 7. Dezember, um 17 Uhr Premiere. Seit Oktober laufen die Proben. Alles klappt schon ganz gut – nur der Bart des legendären Giftzwergs sitzt noch nicht ganz optimal.

Mit den Akteuren und Helfern hinter den Kulissen ist die Aufführung ein generationenübegreifendes Dorfgemeinschaftsprojekt. Und wenn eine Gemeinschaft zusammen anpackt, dann kommt meist etwas Wunderbares dabei heraus. Darauf darf man – nach vielen erfolgreichen Produktionen der engagierten Laienspielgruppe – auch bei diesem Stück hoffen.

Die Handlung des Grimmschen Märchens dürfte bekannt sein: Ein Bauer prahlt damit, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann und bringt sie damit in massive Bedrängnis. Denn der König will das Wunder sehen und sperrt das Mädchen mit einem Spinnrad und einem Haufen Stroh in eine Kammer. Der Verzweifelten hilft jedoch ein garstiges Männlein, das das Wunder vollbringen kann. Allerdings verlangt es dafür einen hohen Preis ...


Traditioneller Stoff mit heiterem Zusatz

Der traditionelle Stoff, der märchentypisch an sich nicht unbedingt ein Stück voll guter Laune ist, wird in Neumanns Version jedoch durch drei lustige Erzählerfiguren ersetzt: Das Dreiergespann aus einer Maus, einem Marienkäfer und einem Glühwürmchen führt die Kinder in den Abend ein und sorgt für Auflockerung und humorvolle Einlagen.

Ein besonderes Augenmerk bei dem Stück verdienen die liebevoll gestalteten Kostüme, die in eine wahre Märchenwelt entführen. Der Theotervereen nimmt sie aus seinem eigenen Fundus. „Früher hatten wir professionelle Schneiderinnen als Mitglieder, die haben vieles davon selbst genäht“, berichtet Regisseurin und Vereinsvorsitzende Susanne Brandis. Inzwischen sei der Schneiderberuf seltener geworden, und entsprechend auch das Anfertigen komplett neuer Kostüme – wenn auch das Glühwürmchenkostüm laut Brandis eine Sonderanfertigung in Handarbeit einer Mutter sei.“ Aber umarbeiten und anpassen, das machen wir nach wie vor jedes Mal“, erläutert die Regisseurin.






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