Konjunkturumfrage : Auftragsbücher voll: Handwerk zufrieden

Vom Wetter abhängig: Vor allem Außenarbeiten konnten im dritten Quartal erledigt werden.
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Vom Wetter abhängig: Vor allem Außenarbeiten konnten im dritten Quartal erledigt werden.

91 Prozent der Betriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Vor allem im Nahrungsmittelgewerbe gibt es eine spürbare Erholung. Doch im Kfz-Gewerbe sieht es „nicht rosig“ aus.

shz.de von
08. Oktober 2013, 12:00 Uhr

Für die Handwerkskammer Schleswig-Holstein steht fest: Das Handwerk im Land befindet sich in „Bestform“. In der jüngsten Konjunkturumfrage zum vergangenen dritten Quartal beurteilten 91 Prozent der Betriebe ihre wirtschaftliche Situation mit gut oder befriedigend. Auch im Kammerbezirk Lübeck, zu dem der Kreis Pinneberg gehört, sieht es so aus. Dort stellt sich die Situation für das Gesamthandwerk wie folgt dar: 41 Prozent beurteilt die Situation als gut, 50 Prozent als befriedigend und 9 Prozent als schlecht. Der seit zwei Jahren anhaltende Trend setzt sich damit fort – vor allem dank der unverändert hohen Binnennachfrage.

„Im vergangenen Quartal konnte nach dem langen Winter endlich wieder gearbeitet werden“, sagt Claudia Mohr, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westholstein zu den Ergebnissen. Aufgeschobene Aufträge konnten in den Sommermonaten abgearbeitet werden. „Wir hoffen auf einen milden Winter – quasi als Ausgleich für den vorherigen“, so Mohr. Gut läuft es der Umfrage zufolge im Geschäft der so genannten Ausbauhandwerke, zu denen etwa Dachdecker, Tischler und Maler gehören.

Im Nahrungsmittelgewerbe gab es eine spürbare Erholung. „Der Anfang des Jahres ist für uns grausam schlecht gelaufen“, berichtet Heinz Essel, Geschäftsführer der Bäcker-Innung Holstein. Auch seiner Branche habe das langanhaltend schlechte Wetter zugesetzt. „Erst ab Juni, Juli hat sich die Situation bei einigen wieder verbessert“, sagt Essel. 26 Prozent sehen ihre Lage aber noch als schlecht an.

Auf dem letzten Platz unter der befragten Gewerben liegt das Kfz-Gewerbe: Nur 22 Prozent der Betriebe beurteilen ihre Situation als gut. „Unsere Lage ist nicht gerade rosig“, sagt der Vorstand der Innung des Kfz-Gewerbes für den Kreis Pinneberg, Rainer Hell. Vor allem die Zulassungszahlen für Fahrzeuge ließen zu wünschen übrig. „Für das restliche Jahr wird sich das auch nicht mehr ändern“, so der Elmshorner. Er hofft auf einen Aufschwung im Frühjahr.

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